Übung mit Grenzerfahrung

Dequede - Von Matthias Mittank. Einen Dienstabend der besonderen Art absolvierten 28 Brandbekämpfer aus der Hansestadt Osterburg. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten galt es am Montag, den Dequeder Fernsehturm zu erklimmen. Insgesamt 570 Stufen führten zum Ziel.

„Ihr werdet definitiv an eure Grenzen kommen. Wer überhaupt nicht mehr kann, sollte zwischendurch verschnaufen. Ansonsten heißt es Zähne zusammenbeißen.“ Mit diesen Worten stimmte Osterburgs Stadtwehrleiter Sven Engel am Montagabend Kameraden der Feuerwehren Osterburg, Krevese, Dequede, Flessau, Schmersau sowie Wollenrade auf den Dienstabend ein. In voller Montur und mit Atemschutzgeräten musste der 184,5 Meter hohe Fernsehturm Dequede bestiegen werden. Natürlich nicht bis in die Spitze – die rund 100 Meter hohe Aussichtsplattform war das Ziel. Doch auch diese 570 Stufen wollen erst einmal erklommen werden. Zur Sicherheit waren zwei Sanitäter der Johanniter vor Ort, die sich auf halber Strecke und am Ziel postiert hatten. Zum Einsatz kamen sie allerdings nicht.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Übung“, resümierte der Stadtwehrleiter abschließend. Das Ziel, die eigenen Kräfte einzuteilen und die physischen, aber auch psychischen Belastungen zu bestehen, hätten nahezu alle Kameraden erreicht. Eine Belohnung wartete am Fuße des Fernsehturmes mit warmer Bockwurst und heißem Kaffee. Auf dem Rückweg durfte schließlich auch der Fahrstuhl des Gebäudes genutzt werden.

Auch in den kommenden Wochen wird für den Ernstfall geübt. Auf dem Osterburger Bahnhof soll es noch eine größere Übung geben, ein Sicherheitstraining steht im Juni auf dem Dienstplan und auf der Biese wird das Errichten einer Ölsperre trainiert.

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