Händler und Besucher feiern zehn Jahre Wiesenflohmarkt in Storbeck

Trödel, Tiere und Tatütata: „Lassen uns überraschen“

Dennis Schulte und Sohn Leon aus Osterburg sind früh aufgestanden und suchen in Storbeck eine Spielzeugfeuerwehr. Marie Seidel (6) darf ein junges Huhn streicheln, kaufen können es allerdings andere. Das Mädchen zieht es weiter, schließlich gibt es viel zu gucken.

Storbeck. „Es geht für uns hier nicht unbedingt ums Kaufen, wir wollen sehen, staunen und lassen uns überraschen“, sagt Annett Seidel, die mit ihrer Tochter zu den ersten Besuchern des Jubiläums-Wiesenflohmarktes in Storbeck gehört.

Für ihre sechsjährige Marie ist das Gelände für Trödelfans und Raritätensammler im Osterburger Ortsteil eine riesengroße Wundertüte. Schon am Zugang bleibt sie bei einem Trio aus Meßdorf hängen, das Küken und halbstarkes Federvieh unters Volk bringt. Das Mädchen darf sogar eines der Tiere streicheln. Danach geht es weiter. Die Wiese ist an diesem Festwochenende übersät mit Händlern aus nah und fern. Da gibt es historisches Spielzeug, dort Unmengen an Kinderbüchern. Andere Stände lassen wieder das Herz von Erwachsenen höher schlagen. Mutter und Tochter, die aus Landsberg bei Halle kommen, werden nach ihrem Ausflug in Arendsee einiges zu erzählen haben. Dort sind sie momentan bei Angehörigen zu Besuch, die Dauercamper sind.

Dennis Schulte aus Osterburg hat seinem zweieinhalbjährigen Sohn ein „Tatütata“ versprochen, wie er der AZ berichtet. Dass der Herr Papa sein Wort halten kann, dafür stehen die Chancen ziemlich gut, auch wenn Leon zurzeit nicht unbedingt auf Fahrzeuge im Matchbox-Format abfährt, die an einem Stand in schier endlosen Reihen das Auge vor allem männlicher Besucher fesseln. „Die Feuerwehr zum Spielen darf für ihn ruhig etwas größer sein“, weiß der Vater und peilt die nächste Marktbude an.

Derweil nimmt sich Veranstalter Fred Krüger keine Pause, läuft zwischen einzelnen Bereichen hin und her, setzt sich auch in den Transporter, um schneller zu sein. Hunderte Händler und mehrere Tausend Gäste aus der Region und darüber hinaus dürften den Wiesenmarkt im Laufe des Jahrzehnts genutzt haben. Für das weitere Festwochenende hatte sich der Storbecker auch ein buntes Kulturprogramm einfallen lassen.

Von Marco Hertzfeld

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