Elternbeirat und Bürgermeister mit Vorschlägen fürs Osterburger Gymnasium

Tauziehen um neue Mensa

Mitte März schauten sich Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (l.) und MAG-Leiterin Elke Hein in der Musikmarkthalle um. Hein möchte die neue Mensa allerdings lieber auf dem eigenen Schulhof sehen, Schulz favorisiert die alte Halle. Foto: Archiv bw

Osterburg/Stendal. Noch bekommen die Schüler des Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasiums ihr Mittagessen unter miserablen Bedingungen. Grund hierfür ist der zu kleine Speiseraum der Schule. Dieser hat nur 75 Plätze.

Weil zu Spitzenzeiten jedoch 180 Esser erscheinen, herrscht großes Gedränge. Viele nehmen ihre Mahlzeiten deshalb im Stehen ein oder teilen sich Stühle. Schüler, die auf den zweiten Durchgang warten, geraten in Zeitnot, sodass Speisen heruntergeschlungen oder nur halb gegesssen in den Müll wandern.

„Sozial angemessen ist dieser Zustand nicht“, findet Schulleiterin Elke Hein. Gemeinsam mit dem Elternratsvorsitzenden Carsten Dobberkau und Schulsprecherin Pauline Dobberkau schilderte sie den Mitgliedern des Kreisschulausschusses in Stendal während einer Sitzung am Dienstag die Schwierigkeiten der Schule. Und warb für Unterstützung. Eine Lösungsmöglichkeit hatte Hein bereits parat: Sie sprach sich dafür aus, auf dem Grundstück der Schule eine Mensa zu errichten. Diese soll künftig an der Stelle eines derzeit ungenutzten Hochbeetes stehen.

Eine Alternative stellte Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz den Ausschussmitgliedern vor. Sein Plan sieht vor, dass eine neue Schulmensa mit bis zu 150 Plätzen in der nahgelegenen Musikmarkthalle gebaut werden soll. Weil hierfür nicht ein komplett neues Gebäude errichtet, sondern ein Bestehendes saniert werden müsste, könnten Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau Ost“ fließen. Bis zu zwei Drittel der kalkulierten 381 660 Euro könnten dadurch getragen werden. Am 17. Juli soll die Sitzung des Schulausschusses vor Ort stattfinden, sodass sich die Mitglieder selbst ein Bild machen können. Weil der Haushalt 2014 aber bereits steht, könnten Bauarbeiten frühstens im Jahr 2015 beginnen.

Von Benjamin Heibutzki

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