Projekt der Lebenshilfe

Tagesstätte für Rentner feiert Richtfest

Geschäftsführerin Regina Bahlke schlägt den symbolischen letzten Nagel ins Holz, Zimmerer Daniel Voigt hält den Richtspruch hoch oben vom Dach der entstehenden Tagesstätte für ehemalige Mitarbeiter der Werkstätten der Lebenshilfe. Foto: Wagner

OSTERBURG - Fast schon still und heimlich begannen die Arbeiten an einer ganz besonderen Tagesstätte für Rentner.

Still war es wohl doch nicht, und die tätige Handwerker und Eingeweihte wussten Bescheid, dass auf dem Innenhof des Geländes der Lebenshilfe an der Ernst-Thälmann-Straße ein weiteres Gebäude entsteht. Nachdem die Arbeiten Mitte März begannen, konnte am Donnerstag auch schon Richtfest gefeiert werden. „Das geht alles ganz schön schnell. Wir können wohl froh sein, dass zum Richtfest noch keine Ziegel auf dem Dach sind“, scherzte Geschäftsführerin Regina Bahlke über den flotten Fortschritt auf dem Areal.

Das Haus ist für 15 Personen geeignet, sieben Bewohner aus dem angrenzenden Gebäude sind bereits angemeldet. „Der demografische Wandel geht auch an uns nicht vorbei“, erzählte Bahlke. In den kommenden zehn Jahren werden 52 Menschen mit Behinderung aus den Werkstätten in den Ruhestand geschickt. In dem neuen Domizil sollen sie eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und Ruhephasen erfahren und den Tag mit positiven Erlebnissen beenden. Genau dort an dieser Stelle entsteht die Einrichtung, „weil hier die größte Wohneinrichtung ist“ und der Weg zur Tagesbetreuung dementsprechend kurz ausfällt.

Aber auch ehemalige Beschäftigte der Werkstätten, die in einem eigenen Umfeld leben, sollen das Haus als Anlaufpunkt kennenlernen, das zu einem Drittel von der Aktion Mensch gefördert wurde.

Handwerksbetriebe aus der Region arbeiten fleißig, damit die für September geplante Übergabe auch glückt. „Wir liegen im Limit der Bauplanung“, freut sich die Geschäftsführerin. So entstehen auf der Gebäudegrundfläche von circa 170 Quadratmeter eine Küche, ein Ruheraum, mehrere Bäder, ein Büro und ein großer Aufenthaltsraum, der bei Bedarf auch mithilfe einer Schiebewand für beispielsweise Therapien verkleinert werden kann.

Von Berit Wagner

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