Derzeitige Räume als Ausgabestelle kaum geeignet / Stadt sucht nach Lösungen

Tafel braucht Hilfe von Osterburg

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Die Stendaler Tafel bietet am Großen Markt 14 regelmäßig Lebensmittel für Menschen in Not an. Allerdings ist das marode Gebäude dafür kaum geeignet. So fehlt es an Toiletten und fließend Wasser.

Osterburg. Bürgermeister Nico Schulz ließ gestern im Gespräch mit der AZ keinen Zweifel daran, dass die Einheitsgemeinde die Angebote der Stendaler Tafel für wichtig erachtet. Lebensmittel werden jeden dritten Dienstag zwischen 12. 30 bis 14. 30 Uhr für Bedürftige ausgegeben.

Allerdings sind die Mitarbeiter mit den Räumlichkeiten am Großen Markt 14, die von der Stadt kostenlos bereit gestellt werden, unzufrieden. „Es ist eigentlich nicht mehr zumutbar“, beschrieb Barbara Kohl, Leiterin der Stendaler Tafel, die Situation. Das Problem: Es gibt in dem Gebäude keine Toiletten. Bisher wichen die Ehrenamtlichen auf die angrenzende Stadtinfo aus. Aus diesem Büro, das inzwischen geschlossen ist, musste auch immer wieder Wasser in die Ausgabestelle geschleppt werden, um dort zum Beispiel die Regale sauber halten zu können.

Bei der vergangenen Öffnung am Dienstag kamen zum Beispiel 71 Bedürftige. Allerdings machte Barbara Kohl deutlich, dass das bisherige Angebot ohne Wasser nicht aufrecht erhalten werden kann. „Wir stellen das Büro weiterhin zu Verfügung und haben den Verantwortlichen der Tafel bereits Schlüssel gegeben“, erklärte Nico Schulz. Alle Probleme können damit aber nicht aus der Welt geschafft werden. Da es keine Heizung gibt, ist das Arbeiten in den Räumen besonders während der Winterzeit sehr beschwerlich. Darauf wies auch Kommunalpolitiker Wolfgang Tramp (Die Linke) während der vergangenen Ortschaftsratssitzungen immer wieder hin und machte klar, dass die Einheitsgemeinde davor die Augen nicht verschließen dürfe. Eine dauerhafte Lösung konnte bisher nicht gefunden werden. Nico Schulz kündigte aber an, sich weiter mit der Problematik zu befassen. Zumal die Einheitsgemeinde in der Vergangenheit bereits Frostschäden beseitigen musste. Zwar gibt es die Zusage, über die Städtebausanierung finanzielle Mittel für das Gebäude zu bekommen (AZ berichtete), diese dürfen aber nicht für den Innenausbau eingesetzt werden.

Von Christian Ziems

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