Letzte Zeichen einer Kleinbahn entfernt

Stück Geschichte verschwindet

+
Letzte Erinnerungen an die Osterburger Kleinbahn wurden in diesen Tagen beseitigt. Schienen und Schwellen werden entsorgt.

Osterburg. Ein Stück Geschichte ist in diesen Tagen aus der Biesestadt verschwunden. Seit Jahren werden die Gleise, auf denen einst die Kleinbahn zum Verladebahnhof fuhr und auch die Osterburger nach Arendsee brachte, nicht mehr genutzt.

Zum Ende der DDR hatte die damalige Zwischenbetriebliche Bauorganisation (ZBO) noch begonnen sich an der Düsedauer Straße, gegenüber des Schrottplatzes, einen großen Lagerplatz einzurichten. Deutlich noch zu sehen, die hohen Lichtmasten, die damals vom Überseehafen Rostock geholt wurden. Auf diesem Platz konnten damals die Materialien, die mit der Bahn kamen, sofort gelagert werden. Nach der Wende wurde auch dieser Platz nicht mehr genutzt.

Die Rückbauarbeiten umfassen die nicht mehr für den Betrieb notwendigen Nebengleisanlagen im Bereich des Bahnhofes Osterburg, erfuhr die Altmark-Zeitung auf Anfrage aus der Pressestelle der Deutschen Bahn. Ein Teilbereich dieser Anlagen gehört zur stillgelegten Strecke Osterburg-Schilddorf. Die Nebengleisanlagen wurden im Rahmen des Projekts zur Errichtung des Elektronischen Stellwerkes (ESTW) für den Bahnhof Osterburg im Jahr 2006 stillgelegt und vom Betriebsnetz getrennt. Insbesondere aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und der Verkehrssicherungspflichten erfolgt der jetzige Rückbau und wird bis zum Jahreswechsel abgeschlossen. Noch vorhandene Gebäude sind von diesen Rückbaumaßnahmen nicht betroffen, heißt es abschließend bei der Bahn.

Von Jörg Gerber

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare