Wasserverband: 23 Orte kommen vorerst nicht ans Abwassernetz

Strompreise belasten die Kasse

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OSTERBURG - Auf eine positive Entwicklung des Wasserverbandes, der 1993 aus den Wasserverbänden Stendal und Osterburg hervorging, kann Geschäftsführer Dieter Schröder blicken. So verzeichnet der Verband zum Beispiel eine positive Entwicklung zum Vorjahr bei der Reinwasserabgabe.

Die ersten drei Monate dieses Jahres waren trocken. Aber nicht nur witterungsbedingt ist das Plus zu erklären. So liegen 40 neue Anträge für die Wasserversorgung vor. „Das ist ein Zeichen für Bautätigkeit“, freut sich Schröder, verweist auf das aktuelle Zinsniveau und eben den vergangenen milden Winter.

Einige Sorgen bereitet dem Wasserverband die Entwicklung der Strompreise. „Das ist weiterhin eine Belastung, aber wir suchen nach Lösungen“, erklärt der Geschäftsführer mit Blick auf andere Pumpen. Im Vergleich zum Jahr 2012 fielen im vergangenen Jahr allein im Abwasserbereich Mehrkosten in Höhe von 151 000 Euro an.

Für das letzte große Projekt, die Trinkwasserleitung von Groß Schwarzlosen bis Tangerhütte, nimmt der Wasserverband drei Millionen Euro in die Hand. Der Spatenstich für die Baumaßnahme ging am Dienstag über die Bühne (die AZ berichtete). Im September sollen die Arbeiten an der 10 990 Meter langen Leitung beendet werden. Es fließen 1,5 Millionen Euro EU-Fördermittel.

Das Abwasserbeseitigungskonzept beschäftigte jüngst die Mitgliedsgemeinden des Verbandes. Die Entscheidung ist gefallen, welche Orte oder Straßenzüge vorerst nicht mehr an das Abwassernetz angeschlossen werden. Diese sind bis Ende 2016 nicht erschließbar beziehungsweise sind die Gründe für eine Verlängerung nicht gegeben. Betroffen sind davon in der Verbandsgemeinde Seehausen die Orte Boock, Einwinkel, Groß Garz und Pollitz; Einheitsgemeinde Bismark: Dobberkau, Beesewege und der Bahnhof Vinzelberg; Einheitsgemeinde Osterburg: Flessau teilweise; Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck: Lindtorf, Rindtorf, Bertkow und Rohrbeck; Einheitsgemeinde Stendal: Groß Schwechten, Tornau und Döbbelin; Einheitsgemeinde Tangermünde: Hämerten; Einheitsgemeinde Tangerhütte: Cobbel und Uetz sowie in der Einheitsgemeinde Arendsee: Kleinau, Dessau, Lohne, Sanne-Kerkuhn und Kerkuhn. Das Gesamtkonzept liegt beim Wasserverband in Osterburg zur Einsicht aus.

Von Berit Wagner

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