Mit 16:5 Stimmen beschließt das Gremium die neue Verkehrsführung an der Krumker Straße

Rat stimmt klar für Kreisverkehr

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Die Entscheidung steht fest: Der Stadtrat hat beschlossen, dass an der Ecke Seehäuser Straße /Krumker Straße in der Osterburger Innenstadt ein Minikreisverkehr gebaut wird. 

Osterburg. Als Bürgermeister Nico Schulz in der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag die Abstimmungsergebnisse aus den Ausschüssen bezüglich der verkehrspolitischen Gestaltung der Ecke Seehäuser Straße / Krumker Straße vorlas, schien sich ein enges Ergebnis anzudeuten.

Die Mehrheiten waren zum Teil äußerst knapp.

Doch im Stadtrat ergab sich eine eindeutige Mehrheit. 16 Stadträte votierten für den Minikreisel, fünf dagegen und einer enthielt sich. Die eindeutige Mehrheit ist daher etwas überraschend.

So hatte sich der Bauausschuss knapp für einen Minikreisel ausgesprochen, der Sozialausschuss und der Hauptausschuss waren knapp für die Einmündung, der Finanzausschuss war mit deutlicher Mehrheit für einen Minikreisel und der Osterburger Ortschaftsrat hatte sich sogar einstimmig für einen Minikreisel stark gemacht. „Ich bitte Sie, dies bei Ihrer Stimmabgabe zu berücksichtigen“, sagte Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose (CDU) im Vorfeld der Abstimmung. Seiner Auffassung nach ist die Kreisel-Lösung nachhaltiger und auch verkehrssicherer. „Der Verkehrsfluss bleibt bei einem Kreisverkehr immer gewährleistet“, führte er aus.

Nach Gose meldete sich auch Bürgermeister Nico Schulz (CDU) zu Wort und erklärte, warum sich die Stadtverwaltung eine Einmündung gewünscht hat. „Die Vorteile eines Kreisverkehrs kommen erst bei einer gewissen Größe zur Geltung und auch erst ab einer Beteiligung von vier Straßen.“

Da der geplante Minikreisel nur drei Straßen betrifft, die auch alle ein sehr unterschiedliches Verkehrsaufkommen mit sich brächten, sei ein Kreisverkehr nicht die richtige Lösung.

Die Argumente von Bürgermeister Schulz fanden jedoch keine Mehrheit und so werden nun die Planungen intensiviert und der Bau des Kreisverkehrs, der einen Durchmesser von 20 Metern haben soll, ist beschlossene Sache. Bis die Arbeiten beginnen, werden allerdings noch zwei bis drei Jahre vergehen, da noch bestehende Förderprogramme des Landes in diesem Jahr auslaufen und aktuell nicht klar ist, wie viele Mittel es geben wird.

Von Tobias Henke

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