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Gymnasiasten entwickeln Ideen zur Energieeffizienz ihrer Schule

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Von: Lisa Maria Krause

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Die Schüler schauen zur Kamera.
Die teilnehmenden Schüler werten ihre gesammelten Daten am Donnerstag aus und werden dabei ständig von einem Filmteam begleitet. © Krause, Lisa Maria

Wenn es um die Präsentationen solcher Investitionen gehe, würden immer nur „wichtige Leute“ darüber sprechen, merkt Steffen Volk, zuständig für Stark III im Landesfinanzministerium, an. Gerade daraus sei die Idee entstanden, einen Schülerfilm mit jenen zu drehen, die die Förderung aus EU-Geldern direkt betrifft.

Osterburg - Die teilnehmenden Schüler aus dem Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasium zeigen sich begeistert. Es sei sehr interessant gewesen und sie hätten Dinge zum Klimaschutz gelernt, über die im Alltag sonst nicht gesprochen werde, berichtet eine Schülerin der AZ.

Die kleine Gruppe hat über drei Tage mit Physiklehrer Uwe Schmidt und Diplomingenieur Clemens Westermann über Experimente erfahren, was die energetische Sanierung ihrer Schule im Einzelnen bedeutet. Im Fokus standen Energie-, Klima- und Umweltthemen. Dabei wurden die Gymnasiasten von einem Filmteam begleitet und gaben Interviews.

Ein Klassenzimmer mit intelligenter Tafel
Während die energetische Sanierung dank der Förderung Stark III im Markgraf-Albrecht-Gymnasium abgeschlossen ist, laufen auch aktuell noch Arbeiten. Auch Spuren der Digitalpakt-Gelder sind zu sehen. © Krause, Lisa Maria

Sie hätten auch Erkenntnisse für ihre Schule gesammelt, erklärt eine andere Schülerin. Ihnen sei aufgefallen, dass die beiden Altbauten auch nachts beheizt werden und in dieser Zeit heruntergefahren werden könnten, um Energie zu sparen. Dieser Vorschlag sei auch schon an sie herangetragen worden, bestätigt Schulleiterin Elke Hein.

Westermann ist Professor an der Hochschule Anhalt und lehrt dort Architektur mit Fokus auf Energieeffizienz. Daher wisse er, dass es nicht einfach sei, das Thema verständlich rüberzubringen. Er habe es gemacht wie für ihn üblich mit einer Einführungsvorlesung. Dann nahmen die Gymnasiasten sogenannte Datenlogger mit in ihren Schulalltag. Die Geräte nehmen bestimmte Daten – beispielsweise Temperaturen oder Spannungen – auf und könnten so „zeigen, was passiert über laufende Zeit“, erläutert Westermann.

So konnten die Schüler am Donnerstag die gesammelten Daten auswerten und einen Tagesgang des Schulbetriebs nachverfolgen. Sie erlebten hautnah, was die energetische Sanierung gebracht hat und wo es Verbesserungsbedarf gibt. „Das hat unglaublich viel Spaß gemacht.“ Es sei eine wunderbare Mitarbeit von den Schülern gewesen, betont der Professor.

Die Knöpfe im Fahrstuhl. Die Stockwerke rechts und links sind leicht versetzt.
Mit Fahrstuhl nun barrierefreier als vorher. Die Knöpfe sind versetzt wie die Stockwerke der beiden Schulgebäude. © Krause, Lisa Maria

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