Radrennpremiere als Image-Motor

Stadthändler sollen sich abstrampeln

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Es soll rollen: Drahtesel vor Osterburgs Rathaus. 

Osterburg. Sie bekommen auch schon einmal Prügel, weil sie sich in den Augen einiger nicht ausreichend am jährlichen Stadt- und Spargelfest beteiligen.

Nun sollen sich die Innenstadthändler in das Radrennen, ein Großereignis in Osterburg, einbringen und ihre Geschäfte am Renntag, einem Sonntag im September, öffnen. „Wir wollen möglichst viel Leben ins Zentrum holen, zahlreiche Gäste aus nah und fern. “ Und dazu gehörten nun einmal auch unverschlossene Türen entlang der Einkaufsmeile. Die Stadt hatte die Einzelhändler angeschrieben. „Die Rückmeldungen sind durchaus positiv, wenn auch nicht gleich euphorisch. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele am 16.  September mitmachen. “ Es soll einen verkaufsoffenen Sonntag geben, für die Klein-stadt eher eine Seltenheit.

Mit dem Renntag feiert Osterburg eine Premiere, knüpft an eine Tradition an und will seinen Ruf als Sportstadt stärken. Der Radsportverband des Landes richtet ein Kriterumsrennen aus, an dem allein Fahrer mit amtlicher Zulassung teilnehmen dürfen. „Ich habe, ganz aktuell, mit einem Vertreter des Verbandes gesprochen, die Wettkampfpremiere wird vielleicht schon Ende dieser Woche ausgeschrieben, landesweit“, sagt Schulz der AZ. Im Unterschied dazu richtet sich das Jedermann-Rennen der Stadt, wie der Name schon sagt, an Jung und Alt, aber vor allem an Schüler. Diese „Kleine Friedensfahrt“ hat es zumindest und unter anderen Vorzeichen vor längerer Zeit schon einmal gegeben. „Wir erhoffen uns viele Teilnehmer und natürlich auch zahlreiche Zuschauer am Straßenrand.“

Der Stadtrat hat die Großveranstaltung abgesegnet. Das Rathaus rechnet derzeit mit eigenen Kosten in Höhe von circa 5800 Euro. Sie sollen durch Spenden beglichen werden, es wird einen Generalsponsor geben. Die Strecke führt unter anderem über die Ballerstedter Straße, die Breite Straße und den Platz des Friedens. Eine Runde ist 1,7 Kilometer lang.

„Der Radsport in seinen verschiedenen Spielarten wird immer populärer, egal, ob im Leistungsbereich oder im Breitensport. Wir setzen auf die richtige Sportart“, glaubt der Bürgermeister der Einheitsgemeinde. Die Veranstaltung soll im Idealfall jedes Jahr stattfinden.

Von Marco Hertzfeld

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