Swingolf-Anlage soll 2016 mit LSB in Betrieb gehen / Bürgermeister verstärkt Bemühungen

Stadt will richtig Schwung holen

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In den vergangenen Jahren sind vor allem in den westlichen Bundesländern Swingolf-Plätze angelegt worden. Im Osten der Republik sind derartige Anlagen noch sehr selten. Osterburg möchte diese Marktlücke nutzen und damit zusätzliche Touristen anziehen.

Osterburg. „Wenn tatsächlich alles klappt, könnte die Anlage bereits 2016 in Betrieb gehen. “ Swingolf, eine stark vereinfachte Variante des Ball-Freiluftsports, soll zu einer echten Osterburger Attraktion werden und der Biesestadt nicht zuletzt spürbar mehr Touristen bescheren.

Bürgermeister Nico Schulz wäre der Landessportbund (LSB) als Investor und Betreiber am liebsten, zumal der gut acht Hektar große Platz im Umfeld der Landessportschule nahe der Bundesstraße 189 angelegt werden soll. Ist die Kooperation zwischen Stadt und LSB hinsichtlich der am „Fuchsbau“ zu installierenden Blockheizkraftwerke endgültig in trockenen Tüchern, will das Gemeindeoberhaupt „in der anderen großen Sache“ umgehend noch einmal verstärkt auf den LSB zugehen und den Golf-Plänen zusätzlichen Schwung verleihen. „Wir wollen den LSB unbedingt mit ins Boot holen“, unterstreicht der Christdemokrat im Gespräch mit der AZ.

Swingolf ist keine vier Jahrzehnte alt und ursprünglich in Frankreich entwickelt worden. Für einen solchen Platz muss die Landschaft nicht großartig verändert werden. „Im Gegenteil, er fügt sich harmonisch ein“, zeigt sich Schulz begeistert. Der Rasen werde weder gedüngt noch sonderlich gewässert. „Die Idee ist stark mit der ökologischen Bewegung verbunden und alles andere als elitär. Wohl ein jeder, der Swingolf spielen möchte, kann es sich vermutlich auch leisten. Die Aufgabe eines Spielers besteht darin, den Hartschaumball mit einem Universalschläger auf kürzesten Weg über gemähte Spielbahnen in markierte Löcher zu befördern. Die Bewegung, der Namen gebende Swing, ermöglicht Schläge von 100 Metern und weiter.

Das Gelände müsse bei allem ökologisch-sozialen Gedanken natürlich trotzdem hergerichtet werden. „Rasen wird ausgesät. Steine müssen weg und auch Sträucher, die stören.“ Ein Parkplatz soll gebaut werden. Hinzu komme noch ein kleines Begrüßungsgebäude, der einfachsten Art, so der Bürgermeister. Die von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie geht von Investitionskosten in Höhe von annähernd 200 000 Euro aus. Wenn der LSB sich nicht engagieren möchte, muss Schulz verstärkt nach anderen Interessenten Ausschau halten. Ein potenzieller Investor hatte sich 2013 gemeldet, war dann aber wieder abgesprungen.

Swingolf ist im Osten der Republik noch eine Randsportart. Schulz weiß von einigen wenigen Anlagen an der Ostsee. In den alten Bundesländern gebe es bereits deutlich mehr Plätze. Die Einheitsgemeinde Osterburg möchte in der Zukunft verstärkt Natur- und Aktivtouristen anziehen. „Wir setzen vor allem auf diesen Bereich, da ist Swingolf ein wichtiger Aspekt.“ Auch der LSB könne von dem Vorhaben nur profitieren und das Spektrum seiner Sportschule erweitern. Schulz hält dort sogar Europameisterschaften für möglich. Und natürlich hätten auch die Osterburger selbst ein Freizeitangebot mehr.

Von Marco Hertzfeld

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