Ausschuss-Sitzung in der Landessportschule: Neue Vereinbarung mit LSB

Stadt will OFC von Pacht befreien

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Die Mitglieder des Osterburger Ausschusses für Soziales, Kultur und Ordnungsangelegenheiten besichtigten die Räumlichkeiten des Haupthauses der Landessportschule. Betriebsleiterin Stefanie Lück (M.) informierte über das vielfältige Angebot.

Osterburg. Am Donnerstagabend trafen sich die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Kultur und Ordnungsangelegenheiten der Stadt Osterburg in der Landessportschule, um sich unter anderem bei einer Führung durch das Haupthaus von Betriebsleiterin Stefanie Lück über die vom Landessportbund Sachsen-Anhalt (LSB) betriebene Einrichtung mit ihren Sport-, Freizeit- und Fitness-Angeboten zu informieren.

Ungeplant passte der Tagungsort zu einem sehr aktuellen Thema, über das Bürgermeister Nico Schulz den Ausschuss kurzfristig und ohne eigenen Tagesordnungspunkt informierte.

Zunächst gab Michael König, Ressortleiter Betriebsstätten beim LSB, den Kommunalpolitikern einen kompakten Hintergrund zu Aufgaben und Struktur sowie personelle und finanzielle Ausstattung der Landessportschule. König verwies unter anderem auch darauf, dass die vielfältigen Möglichkeiten der Sportschule von mehreren Vereinen der Biesestadt genutzt werden. Darüber hinaus bieten Häuser und Außenanlagen ein jedem Osterburger offenstehendes Angebot – von den Sport- und Fitnessräumen über die Sauna, die Kegel- und Bowlingbahnen bis hin zur öffentlichen Gaststätte.

Eine Besonderheit sei das im städtischen Besitz befindliche Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion. Für Betrieb und Unterhaltung dieser insbesondere vom Osterburger Fußballclub (OFC) genutzten Anlage zeichnet die Landessportschule zuständig und erhält dafür jährlich 10 000 Euro – geregelt in einer mittlerweile 15 Jahre alten Vereinbarung zwischen LSB und der Stadt Osterburg.

Angesichts gestiegener Kosten und einer insgesamt angespannten Finanzsituation hatte die Landessportschule dem OFC kürzlich mitgeteilt, dass er künftig monatlich 200 Euro für die Nutzung des Stadions sowie 200 Euro (bisher 120 Euro) für die Nutzung der LSB-eigenen Nebenflächen zahlen soll. Die Nebenkosten für Energie und Wasser bleiben unberührt, da sie der Verein bisher ohnehin schon selbst trägt (die AZ berichtete).

Laut Schulz sei die Erhöhung der Jahres-Belastung um 200 Prozent (von 1440 auf 4400 Euro) – nach Rücksprache mit den Vereinsverantwortlichen – vom OFC nicht aufzubringen. So habe der Bürgermeister umgehend mit dem LSB nach einer Alternative gesucht. Diese sieht nun eine Anpassung des bisherigen kommunalen Zuschusses von 10 000 auf 12 500 Euro pro Jahr vor. Die Erhöhung der Pacht für die Nebenanlagen-Nutzung müsste der OFC allerdings selbst tragen (960 Euro pro Jahr). Dies wäre vom Verein zu leisten. Auch vom LSB liegt das Einverständnis zur Neuregelung vor, bestätigte König. Für die Stadt Osterburg soll der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung darüber abstimmen, die am 15. März geplant ist.

Nico Schulz begründete den Antrag nicht zuletzt mit der Gleichbehandlung aller Vereine, welche die kommunalen Sportanlagen kostenfrei nutzen könnten. Nach der Zustimmung des Finanzausschusses ohne Nein und Enthaltung votierte auch der Ausschuss für Soziales, Kultur und Ordnungsangelegenheiten einstimmig dafür.

Von Frank Schumann

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