Orgelförderer verewigen sich im Goldenen Buch

Stadt spendet 5000 Euro

Karl Werner Vinzelberg, Christel Lamberts, Jeanette Schlase, Matthias Schlase und Gerd Lamberts (v.l.) verewigten sich stellvertretend für alle Unterstützer und Förderer der Kirchenorgel im Golden Buch. Martina Stockmann (2.v.l.) freut sich über das Engagement und weiß dies zu schätzen.

Arneburg.

„Ich bin stolz, dass Sie sich getraut haben dieses Großprojekt in Angriff zu nehmen“, sagte stellvertretende Bürgermeisterin Martina Stockmann während der Orgelweihe am Sonnabend in der Arneburger Sankt-Georgs-Kirche (wir berichteten) und wiederholte es am Donnerstagnachmittag im kleinen Rathaussaal. Denn der Vorstand des Freundeskreises Kirchenorgel Arneburg sollte nicht nur mit der Fertigstellung der Orgelsanierung belohnt werden, sondern auch mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Elbestadt.

Es war vor vier Jahren als die Orgelförderer begannen die Arneburger für das Projekt zu begeistern. „Jeder hatte einen Button an der Jacke“, erinnert Stockmann an die erste Aktion des Vereins, wo selbstgemachte Anstecker gegen eine kleine Spende erworben werden konnten. „Die Arneburger sind nicht hinter dem Ofen vorzulocken“, weiß Vereinsvorsitzender Gerd Lamberts. Doch mit mehrmaligem „Klinkenputzen“ und reichlich Überzeugungsarbeit gelang es auch hier den einen oder anderen Euro zu sammeln. Genau dieses Engagement weiß der Stadtrat zu schätzen und hat sich dazu entschieden, den Vorstand mit einem Eintrag in das Goldene Buch zu ehren. „Wir brauchen viel mehr Bürger, die nicht nur reden, sondern Taten sprechen lassen“, so Stockmann. Neben der Würdigung der Vereinsarbeit sollte auch eine Spende von 5000 Euro zeigen, dass die Stadt hinter der Kirche und der Zabel-Orgel steht. „Im Geheimen hatte ich mit der Spende gehofft und bin froh, dass es wahr geworden ist“, freute sich Lamberts. Eigentlich waren es noch 28 000 Euro, die als Restsumme für die Sanierungskosten übrig blieben. Mit dem Geld aus dem Rathaus und den Spenden von der Orgelweihe, sind es jetzt noch 15 000 Euro, die der Verein als zinsloses Darlehen beim Kirchenkreis abbezahlt.

Lamberts betonte auch die hervorragende Teamarbeit im Vorstand und erinnerte an das ein oder andere schöne Erlebnis. So konnten selbst im „Chausseegraben“ Spenden während eines Plausches mit rastenden Radfahrern gefunden werden oder in der Bierstube bekam man unter dem Tisch etwas zugesteckt. Der Vereinsvorstand weiß jedoch auch, dass es ohne alle fleißigen Helfer nicht so schnell zu diesem Erfolg gekommen wäre. Pastorin Jeanette Schlase erinnert sich hier nur an die fleißigen Kuchenbäcker, welche die zahlreichen Aktionen wie Tag des offenen Denkmals oder Bikertreffen unterstützt haben. Nicht zu vergessen sind auch die „Theater-Damen“. 15 Arneburgerinnen, die älteste bereits über 80 Jahre, stellten sich bereits dreimal auf die große Bühne und präsentierten in der Kirche unterhaltsame Sketche. Am 6. Januar um 14 Uhr wird es übrigens wieder einmal soweit sein, verriet Schlase bereits.

Für den Freundeskreis ist nun aber nicht Schluss. „Ein bisschen Kräfte sammeln, dann geht’s weiter“, erklärte Lamberts. Eine neue Vision haben sie bereits schon – der „Arneburger Orgel-Sommer“. Denn wie Matthias Schlase erklärte, ist die Zabel-Orgel nun auch für konzertane Zwecke nutzbar und die Chance will natürlich genutzt werden. Weitere Details sollten jedoch noch nicht verraten werden.

Von Benjamin Kobelt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare