Neuer Investor soll gefunden werden / Einheitsgemeinde reagiert auf Stillstand

Stadt Osterburg kauft Markthalle zurück

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Das Gebäude in Braun und Grün, die Musikmarkthalle, kauft die Hansestadt Osterburg zurück. Der Investor, der die Immobilie im Jahr 2017 käuflich erworben hatte, hielt sich nicht an vereinbarte Bedingungen.

Osterburg – Die Osterburger Musikmarkthalle, in unmittelbarer Nähe zum Rathaus gelegen, war in der Vergangenheit regelmäßig Schauplatz von größeren Veranstaltungen, wie beispielsweise der Schau der Kaninchenzüchter. Im Jahr 2017 wurde sie an einen Investor verkauft.

Doch dieser hat sich nicht an vereinbarte Bedingungen gehalten, sodass die Stadt nun von ihrem vertraglich vereinbarten Rückkaufrecht Gebrauch gemacht hat.

„Der Kauf ist noch nicht in trockenen Tüchern, wir sind dabei, ihn abzuwickeln“, ist von Bürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler) zu erfahren. Grund für den Rückkauf ist, dass sich der Käufer nicht an die Vereinbarung gehalten hat, binnen eines Jahres mit Baumaßnahmen zu beginnen. Die Stadt möchte jedoch nicht lange Eigentümer bleiben, sondern plant einen erneuten Verkauf. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um die Höhe des Gebotes. „Natürlich ist es uns wichtig, dass hier ein Konzept vorgelegt wird, das Auskunft darüber gibt, wie die Nutzung in Zukunft aussehen soll“, erläutert Schulz.

Interessiert verfolgen und begleiten wird die Entwicklung um die Musikmarkthalle auch Wolfgang Tramp (Die Linke), er ist derzeit Vorsitzender des nach der vergangenen Kommunalwahl ins Leben gerufenen Kulturausschusses. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dort dann verstärkt Veranstaltungen stattfinden“, so Tramp gegenüber der AZ. Für die Osterburger Blasmusikanten wäre die Musikmarkthalle seiner Meinung nach ein geeigneter Ort, um zu proben. „Es ist wichtig, dass hier ein gutes Konzept vorgelegt wird“. Dieses habe auch bei dem Verkauf vor drei Jahren vorgelegen, doch er habe dann halt nichts gemacht.

Die Möglichkeit, um größere kulturelle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen abzuhalten, sind in der Biesestadt begrenzt. Eine Möglichkeit, die hier zu nennen ist, ist der Saal der Stadtverwaltung. „Und auch die Linden-Sporthalle“, ergänzt Tramp mit der Einschränkung, dass dort aber keine optimalen Bedingungen vorliegen würden.

Doch auch dort tut sich was, denn die Stadt hat beschlossen, Geld aus den Ausgleichsbeiträgen in die Hand zu nehmen, die von den Anwohnern im Sanierungsgebiet Altstadt bezahlt werden müssen. Mit dem Geld sollen Toiletten und Garderoben errichtet werden (AZ berichtete), um den Komfort für die Besucher bei Veranstaltungen zu verbessern.  

VON TOBIAS HENKE

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