Frischekur für Monsatorgebäude und Markt-Duo kostet fast 540 000 Euro

Stadt leistet Vorarbeit und hofft auf neues Hausleben

Maurer Bernd Ambraß schafft sich auf der Hofseite Platz für seine Tagesaufgabe. Auch andere Handwerker haben ordentlich zu tun. Die Stadt hat zwei Häusern am Großen Markt eine Frischekur von außen verschrieben. Das Land unterstützt die Arbeiten finanziell.

Osterburg. „Dieser Teil geht ganz flott“, meint Maurer Bernd Ambraß und setzt einen weiteren Stein in das Fachwerk. Die anderen Arbeiten dürften noch einige Zeit dauern.

Die Einheitsgemeinde Osterburg lässt den Komplex Großer Markt 14/15 dieser Tage so herrichten, dass er vielleicht sogar für Privatleute interessant wird. Dass dies auch nach Ende des Unternehmens ein ambitioniertes Ziel bleibt, weiß Bauamtsleiterin Antje Spillner. Die Musikmarkthalle grenzt an den Hof, für potenzielle Bewohner nicht unbedingt ein zusätzlicher Anreiz. Im ersten Haus saß unter anderem einmal die Stadt-Information, womöglich könnte sie ja aus der Bibliothek dorthin zurückkehren. Nummer 14 beherbergte ein Geschäft. Die Frage der Nutzung beider Häuser scheint völlig offen. Beide Gebäude sind kulturgeschichtlich interessant und prägen durchaus das Stadtbild mit, weshalb das Land die Aufwertung auch großzügig unterstützt. Das Sicherungsprojekt umfasst Arbeiten an Dach und Fassade. Fenster und Türen werden ebenfalls erneuert. Im Inneren der Häuser passiert nichts. Insgesamt stehen etwa 212 000 Euro zur Verfügung.

Keinen Kilometer weiter kämpft die Kommune am Ende der Breiten Straße um ein zweites prägnantes Haus, das sogenannte Monsatorgebäude. Spillner: „Das Objekt ist eigentlich sehr schön, es steht etwas vorgerückt zur Straße hin und fällt einem sofort ins Auge.“ Momentan aber eben leider noch ziemlich negativ. Wer über die Krumker Straße in das Stadtzentrum fährt, den begrüßt diese Gewerberuine. Auch in der Breiten Straße 75 kümmert sich die Stadt um Dach, Fassade, Fenster, Türen – und hofft auf einen Interessenten, der sich das Innere des Hauses anschließend selbst herrichten würde.

Das Monsatorgebäude ist bereits so gesichert worden, dass von ihm keine Gefahr für Passanten und Autofahrer ausgehen dürfte. Die eigentlichen Arbeiten haben noch nicht begonnen. „Wir warten auf grünes Licht“, sagt Spillner im AZ-Gespräch. Für dieses Projekt stehen etwa 325 000 Euro bereit.

Von Marco Hertzfeld

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