Autonome und Linksradikale demonstrieren in Landeshauptstadt / Polizei blickt nun auf angekündigte Aktion von Islamgegnern

Staatsfeinde kreuzen die „Meile der Demokratie“

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Autonome und Linksradikale kreuzen die „Meile der Demokratie“ in der Landeshauptstadt Magdeburg.

Magdeburg. Mehr als 1000 Autonome und Linksradikale haben in Magdeburg gegen Neonazismus, Staat und Kapitalismus demonstriert.

Mehrere Hundertschaften der Polizei begleiteten den Protestzug, der in einem Außenbezirk begann und zum Ende hin lautstark und mit Pyrotechnik die „Meile der Demokratie“ in der Innenstadt kreuzte. Laut Polizei kam es zu keinen großartigen Zwischenfällen. Wenige Stunden zuvor hatte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Sonnabend dort für ein weltoffenes Land und ein solidarisches Miteinander geworben. Anlass war der alljährliche sogenannte Gedenkmarsch von Neonazis, auch wenn dieser diesmal tags zuvor deutlich kleiner als erwartet ausfiel. Der Gedenktag für die Opfer des Bombenangriffs vom 16. Januar 1945 wird von der radikalen Rechten regelmäßig für ihre ganz eigenen Zwecke instrumentalisiert.

Die Sicherheitskräfte in der Landeshauptstadt kommen ver- mutlich auch heute nicht zur Ruhe. Die Magida, ein Ableger der islamfeindlichen Pegida-Bewegung, hat für den Abend ihren ersten „Spaziergang“ in Magdeburg angekündigt. Das „Bündnis gegen Rechts“ hat zum Widerstand aufgerufen.

Von Marco Hertzfeld

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