Schmiede plant Tagesseminar / Vereine sollen sich verstärkt öffnen

Sozialstunden gezielt auf eigener Scholle ableisten

Lothar Zahn weiß um die Arbeitsintensität in Vereinen. Auch bei der Polkauer Schmiede gibt es gut zu tun. Zahn möchte das Ableisten von Sozialstunden in örtlichen Institutionen sehen. Foto: Wagner

Polkau. Große Pläne für den Sommer schmiedet Lothar Zahn bereits jetzt. Für die erste Woche nach den Sommerferien plant der Pressesprecher eine Veranstaltung, eine Art Tagesseminar, in der Polkauer Schmiede.

Im Fokus der Zusammenkunft sollen vom Gericht verordnete Sozialstunden stehen. Dabei soll es egal sein, ob es sich um verurteilte Jugendliche oder Erwachsene dreht. Zahn will dafür die entsprechenden Organisationen und auch die Richter einladen. Ein informativer Austausch soll „zwischen adäquaten Leuten von den Ämtern“ stattfinden. Vor allem aber wünscht er sich, dass auch andere Vereine seiner Einladung folgen werden.

Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, welche „tollen Effekte auftreten können“, erklärt Zahn, „wenn solche Stunden wirklich auch gezielt in örtlichen Vereinen geleistet werden“. Dabei betont er, dass es ihm nicht nur um den Verein Schmiede ginge. Vielmehr will er ermutigen, dass beispielsweise auch die Osterburger Stadtwerke diese Jugendlichen und Erwachsenen beschäftigen. „Arbeit fällt überall an, klar muss auf die Helfer dann auch Verlass sein.“ So könnte er sich aber genauso gut vorstellen, dass die Gemeindearbeiter in den Dörfern eine helfende Hand gebrauchen können. Welche Aufgaben übertragen werden können, gilt es im Einzelfall zu klären. „Aber einen Zaun kann doch jeder streichen oder den Rasen mähen.“ Zahlreiche Vereine schreiben sich die Jugendarbeit auf die Fahne, „und genau in diesem Punkt kann angesetzt werden“.

Denn gerade durch die Tätigkeit im eigenen direkten Umfeld lerne doch so mancher vielleicht die Arbeit des anderen zu schätzen. Gleichzeitig würde dem Jugendlichen oder eben Erwachsenen auch unter die Arme gegriffen. Die Integration in die Dorf- oder eben Stadtgemeinschaft könnte damit leichter über die Bühne gehen. Aber neben der ganzen körperlichen Arbeit könne man natürlich auch noch ausgiebig geistig gefordert werden. Natürlich könne diese Art der Beschäftigung auch Nachteile mit sich bringen. Über all diese Aspekte und Möglichkeiten möchte Zahn sich mit anderen austauschen und hofft auf reges Interesse. Wer mehr über die Möglichkeiten erfahren oder gar helfen möchte, ist in der Schmiede willkommen.

Von Berit Wagner

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