Gabor Vinzelberg – einer von 54 Osterburgern, die im Training stehen

„Situationen schon erlebt“

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Gabor Vinzelberg ist seit zwölf Jahren bei der freiwilligen Feuerwehr. Er schätzt das realitätsnahe Training im Brandübungscontainer, welcher in Osterburg stationiert war.

Osterburg. Gabor Vinzelberg ist seit zwölf Jahren für die freiwillige Feuerwehr im Einsatz. Der 32-Jährige schätzt das Potenzial, das der Brandübungscontainer mit sich bringt. „Ich habe ähnliche Situationen schon im Einsatz erlebt.

“ In der Realität muss jeder Handgriff sitzen. Bei einem Brand kann man nicht abbrechen. „Besonders dann nicht, wenn Leben in Gefahr sind. “ Der Realität kommt der Container sehr nah. Geräusche können eingespielt, Brände – aus allen Richtungen – simuliert werden. Bis zu 600 Grad wird es dann in dem Blechkasten heiß.

Dieser wird von oben über eine Treppe betreten. Natürlich passiert das nur unter Atemschutz und in mehrlagiger, fünfschichtiger Schutzkleidung, die kurzzeitig bis zu 1000 Grad Celsius aushalten kann. Immer zwei Aktive, der insgesamt 54 Feuerwehrleute, die am Sonnabend in Osterburg angetreten waren, stiegen gemeinsam in das Übungsungetüm. Die Stadt sponserte den Unterhalt des Apparates. „Du bekommst die nötige Routine im Umgang mit dem Strahlrohr“, kommentiert Vinzelberg das Geschehen, das der Steuermann aus seiner Kabine aus kontrollieren kann. Letzterer sitzt hinter Sicherheitsglas, sieht, wie die Übenden in den dunklen Raum hinuntersteigen, lässt Flammen aufsteigen und kann reagieren.

So lässt zum Beispiel in einer Situation ein Kamerad Schlauch und Spritze liegen, um eine Puppe zusammen mit seinem Kollegen die Treppe hinauf zu tragen. „Er hätte sich den Schlauch unter den Arm klemmen müssen“, macht Vinzelberg deutlich. Der Techniker lässt Feuer unter der Treppe aufflammen, Der Fluchtweg ist versperrt. Die beiden Retter handeln schnell. Im Ernstfall hätte das gefährlich enden können, da immer mit einem Aufflammen zu rechnen ist. Osterburgs Stadtwehrleiter Sven Engel zeigte sich mit den Leistungen zufrieden, macht aber auch deutlich, dass „Lernen, Üben, Trainieren wichtige Voraussetzungen sind, damit die Feuerwehrmänner und -frauen ihre Einsätze erfolgreich abschließen und schadlos überstehen können“.

Von Alexander Postolache

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