Feuerwehrnachwuchs aus dem Landkreis Stendal trifft sich in Biese- und Hansestadt zur Rallye

Sieg: Osterburger Jugend jubelt

Marie Böllstorf war mit ihrem Zug aus Rossau zur Station an der Osterburger Sekundarschule „Karl Marx“ angekommen und musste mit der Kübelspritze Tennisbälle treffen. Das war nur eine von mehreren Stationen der Stadtrallye.

Osterburg. Marie Böllstorf hat sich ordnungsgemäß an der Station angemeldet. Die Gruppenführerin aus Rossau hat mit neun weiteren Mitgliedern der Jugendfeuerwehr ein zahlenmäßig starkes Team mit nach Osterburg zur Stadtrallye der Jugendfeuerwehren gebracht.

Auf dem Parkplatz der Sekundarschule sind an diesem Tag sechs Pylonen aufgebaut.

Zwei dienen als Markierung für denjenigen, der den Schlauch mit der Spritze am Ende zielgerichtet halten soll. Die anderen vier Pylonen tragen Tennisbälle auf ihren spitzen Enden. Diese will Marie selbst in einer möglichst schnellen Zeit herunter bekommen, wobei von einer Teamkollegin kräftig an der Kübelspritze geackert werden musste. Es sollte ihr in rund 44 Sekunden gelingen. Allerdings sind an diesem Start noch einige Teams mehr darum bemüht, an den Stationen möglichst viele Punkte zu sammeln. Die Liste führt 23 Mannschaften, die aus Orten wie Klietz, Lüderitz, Bismark, Sandau, Borstel, Stendal oder auch Neukirchen und Schönberg kommen. Die ortskundigen Osterburger waren gar mit zwei Mannschaften am Start.

„Hier hat es an der Mühle einst gebrannt“, sagte Peter Klinke. Der hauptamtliche Gerätewart tauchte in die Geschichte ein.

Ortswechsel: An einer Station mussten die Mannschaften ganz genau zuhören. Von einer Mühle erzählte Osterburgs hauptamtlicher Gerätewart Peter Klinke. Diese habe 550 Jahre lang Mehl, die „Bieseperle“, gemahlen. Doch ein Brand vor 15 Jahren habe das Andenken bis auf den Turm zerstört. 100 Einsatzkräfte waren damals vor Ort, um einen Stadtbrand zu verhindern. „Na, was habt ihr euch gemerkt?“, wollte der biesestädtische Gerätewart wissen und reichte einen Fragebogen an Danny, Finja, Alexia und Carolin, die aus Meseberg mit den erwachsenen Feuerwehrmännern Christopher Röseler und Hartwig Brünsch nach Osterburg gekommen waren.

Neben Stationen am Osterburger Gerätehaus, am August-Hilliges-Platz, am Markgraf-Albrecht-Gymnasium und am Kleinen Markt führte der Weg vom Startpunkt auf der Bleiche die Jugendwehren aus dem Landkreis Stendal auch an die nicht mehr existente Schwiegervaterbrücke. Da das Bauwerk ja in diesem Jahrtausend abgerissen und noch nicht wieder aufgebaut wurde, bot sich der Standort wieder gut als Übungsort an. Mit dem Schlauchboot – ähnlich der Übung beim jüngsten Osterburger Zeltlager (die AZ berichtete) – mussten die Mädchen und Jungen übersetzen. Dabei galt es dieses Mal zwei Eimer mit Biesewasser zu füllen. Diese wurden dann am anderen Ufer umgefüllt. Sieger bei der Rallye wurden die Osterburger.

Von Alexander Klos

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