Sicherheit und Hygiene im Blick

Die Werkstattmitarbeiter und der Produktionsleiter André Wenisch (r.) begrüßten gestern Andreas Fischer von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (l.).

Osterburg - Von Matthias Mittank. Arbeits- und Gesundheitsschutz wird auch bei der Lebenshilfe großgeschrieben. Um Unfällen vorzubeugen, wurden gestern elf Mitarbeiter der Lebenshilfe-Werkstätten Osterburg und Stendal/Tangerhütte sowie der Elbe-Havel-Werkstätten Schönhausen des DRK weitergebildet. Sie unterstützen die Gruppenleiter als Sicherheitsbeauftragte.

Die Lebenshilfe und das DRK decken in ihrer Werkstätten ein breites Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen ab. Allein in der Osterburger Lebenshilfe-Werkstatt an der Düsedauer Straße sind rund 150 Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Bereichen beschäftigt. Ob Metallverarbeitung, Montage, Wäscherei oder Schneiderei – ein Gefahrenpotenzial lauert überall.

„Da wir zum Teil mit großen Maschinen arbeiten, ist Arbeitsschutz ein wichtiges Thema für uns“, erläutert André Wenisch, Produktionsleiter bei der Lebenshilfe Osterburg. Auf allen Ebenen, von den Führungskräften bis hin zu den Beschäftigten, werden deshalb regelmäßig Schulungen organisiert. Gestern nun waren Mitarbeiter der Werkstatt-Gruppen an der Reihe. „Als Sicherheitsbeauftragte sollen sie aufpassen, dass der Arbeitsschutz eingehalten wird und für andere ein Vorbild sein“, erläutert Andreas Fischer von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Der Technische Aufsichtsbeamte sensibilisierte die Teilnehmer des gestrigen Tageskurses aber auch für Hygienemaßnahmen. André Wenisch weiß warum: „Es sind nicht nur Wasch- und Spülmittel, von denen eine Gefahr ausgeht. Auch Wasser ist nicht zu unterschätzen. Wer beispielsweise in der Küche arbeitet und sich 20-mal am Tag die Hände wäscht, wird anfällig für Hautekzeme“, erklärt der Produktionsleiter. Die Sicherheitsbeauftragten sollen deshalb auch auf die Pflege der Haut aufmerksam machen.

Die Schulung der Mitarbeiter, die erstmals vor drei Jahren organisiert wurde und nun eine Auffrischung darstellt, bewertet Wenisch als durchweg positiv. „Dieser Kurs hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht. Ein regelmäßiges Auffrischen der Kenntnisse ist aber wichtig“, so der Produktionsleiter. Denn vor Betriebsblindheit und Routine ist eben niemand gefeit.

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