Stadt investiert allein dieses Jahr weitere 190 000 Euro in Bushaltestellen

„Setzen Barrierefreiheit Schritt für Schritt um“

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Wirklich einladend wirkt die Haltestelle auf dem Weinberg in Osterburg nicht. Die Stadt will Handwerker in die Spur schicken.

Osterburg. Scheiben fehlen, der Metallrahmen ist an etlichen Stellen zerkratzt und verschmutzt und das Blau scheint sowieso von vorgestern. Eine Frau schiebt ihren Rollator nur mit Mühe über den holprigen Untergrund. Einladend wirkt auch die Bank nicht.

Der Straßenbelag am Haltepunkt ist stark geflickt.

Die Haltestelle auf dem Weinberg dürfte einer der hässlichsten Busstopps in der Einheitsgemeinde sein. Und barrierefrei ist dort so gut wie nichts. Für Osterburgs Bauamtsleiter Matthias Köberle ist der Haltepunkt im Norden der Kernstadt die größte Baustelle auf dem Zettel für dieses Jahr. Insgesamt sollen gut 190 000 Euro in ausgewählte Haltepunkte investiert werden. „Wobei jene auf dem Weinberg davon einen Großteil benötigt. “.

Nicht zuletzt wird auf einer Länge von mehreren Metern das Pflaster vor und neben den Haltestellen erneuert. Handwerker verbauen sogenannte taktile Elemente, also stark strukturiertes Pflaster, das es Sehschwachen und blinden Menschen ermöglicht, den Weg mit ihrem Blindenstock zu ertasten. Der Bauamtsleiter gegenüber der AZ: „Wir setzen die Barrierefreiheit der Haltestellen in unserer Einheitsgemeinde Schritt für Schritt um.“ Neben dem Busstopp auf dem Weinberg in der Biesestadt stehen folgende Haltepunkte für dieses Jahr auf dem Programm: Stendaler Chaussee in Osterburg, Rönnebecker Straße und Ballerstedter Straße in Flessau sowie die Dorfstraße in Groß Rossau und jene in Gladigau.

Bereits erneuert und modernen Anforderungen angepasst sind Haltestellen in Rönnebeck, Flessau und Natterheide, 2016 wurden dafür laut Köberle insgesamt circa 39 000 Euro ausgegeben. Für alle Maßnahmen gelte: „Der Landkreis stellt uns Fördergelder in Höhe von 80 Prozent, in begründeten Ausnahmefällen bis 90 Prozent zur Verfügung. Bei den geförderten Haltestellen muss es sich um öffentliche Haltstellen handeln, die vom ÖPNV erfasst und angefahren werden.“ Wann genau die sechs weiteren Busstopps in der Einheitsgemeinde dieses Jahr neu gebaut werden, dazu gibt es noch keine endgültigen Informationen.

Von Marco Hertzfeld

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