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Service an allen sieben Wochentagen

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Eike Trumpf und Evelyn Jordan samt Drahtesel vor den abschließbaren Fahrradboxen. In Sachen Service für Ortsfremde hat das Arneburger Tourismusbüro allerhand zu bieten. © Boetzer

Arneburg. Weit mehr als 22 000 Radtouristen passierten vergangenes Jahr Arneburg. Die Zahl dürfte weitaus höher liegen, schließlich sind nur die Radler vermerkt, welche direkt am Fenster des Tourismusbüros vorbeifuhren.

Die Elbestadt ist gewappnet für die beginnende Saison, der Anlaufpunkt an der Breiten Straße für Ortsfremde und auch Einheimische wieder von montags bis sonntags geöffnet. An allen Tagen erreichbar zu sein, darauf sind Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf und Arneburgs Stadtoberhaupt Lothar Riedinger schon stolz. Zumal die Tür eines Tourismusbüros auch an den Wochenenden zu öffnen, in der Region eher nicht üblich sei. Sieben Tage in der Woche zuverlässiger Ansprechpartner zu sein, „das habe sich in der Vergangenheit bewährt“, erklärte Trumpf. Durchweg positive Resonanz, lassen Verantwortliche am Konzept festhalten. Bis zur Hauptsaison ist das Büro von 10 bis 18 Uhr offen, ab Mitte Mai dann bereits ab 9 Uhr. Evelyn Jordan, die sich zur Kauffrau für Tourismus ausbilden lässt, ist die Frau vor Ort. Unterstützung soll sie von vier vom Jobcenter geförderte Arbeitskräfte erhalten. Eine Bewilligung steht aber bisher aus, doch Riedinger ist optimistisch, dass „alles so funktioniert“, vielleicht ab Monat Mai. Bis alles in trockenen Tüchern ist, werden die sieben Auszubildenden der Verbandsgemeinde in den laufenden Tourismusbetrieb eingetaktet. Kurzfristig ebenso die Entscheidung, wann das Büro wieder schließt. Eigentlich endet die Saison der Radfahrer im Oktober, doch voriges Jahr war das Büro aufgrund der Wetterlage noch bis Ende November besetzt.

„Wer zu uns kommt, der hat auch ein konkretes Anliegen“, so die Erfahrung von Evelyn Jordan. Viele der Besucher interessieren sich für die Stadtgeschichte. Wer vormittags den Raum betritt, möchte über Zug- oder Busverbindungen informiert werden, wo das Essen schmackhaft ist und welche Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Gäste am späten Nachmittag seien meist auf der Suche nach einem Nachtlager. In Sachen Service haben die Arneburger in der Zwischenzeit weit mehr zu bieten, als nur Prospekte und Verzeichnisse auszulegen oder Postkarten zu verkaufen. So können Besucher am Computer schnell mal ihre Emails abfragen oder sich im weltweiten Netz über die geplante weitere Tour kundig machen. Die Internet-Nutzung ist seit vergangenes Jahr möglich und werde immer mehr angenommen, sagte Evelyn Jordan. Auch die abschließbaren Fahrradboxen kommen bei den Besuchern gut an. Wer möchte, kann Drahtesel samt Gepäck auf dem Hof einschließen lassen und zu Fuß das idyllische Städtchen erkunden. Etwa den herrlichen Blick vom Burgberg aus genießen oder St. Georg begutachten. Arneburgs Stadtkirche ist übrigens auch an jedem Wochentag geöffnet.

Von Berit Boetzer

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