Polkau feiert Traditionsfest und gratuliert Borstel zum Sieg im Löschangriff

Selbst ohne Holunderblüte packt allesamt der Ehrgeiz

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Lucas Tiedeke, Lea Staschke und Lea Obara (r.) freuen sich auf das Traditionsfest. Die Jugendlichen sehen wenig später, wie Feuerwehrleute aus Grävenitz und anderen Orten wetteifern.

Polkau. „Da hinten kommen sie ja schon“, entdeckt die 15-jährige Lea Obara den Tross aus Brandschützern in mehr als 250 Metern Entfernung und noch vor ihren Freizeitgefährten Lea Staschke (13) und Lucas Tiedeke (14).

Sie sei an diesem Tag sozusagen die Gastgeberin, schließlich komme allein sie aus Polkau und die anderen beiden aus Groß Ballerstedt, erklärt das Mädchen mit den besonders guten Augen kess. Und ja, die halbe Umgebung rücke auf Einladung wieder bereitwillig und mit großem sportlichen Ehrgeiz in den Ort ein, das Holunderblütenfest sei eben ein regelrechter Magnet. Das Trio hat es sich im Vorfeld auf einer Mauer bequem gemacht. Als die Feuerwehrleute zu Fuß oder auch mit ihren Fahrzeugen beim Umzug von der Straße in Richtung Festwiese abbiegen, bleibt kurz Zeit für ein Erinnerungsfoto.

Jürgen Lucas, Polkaus Wehrleiter und ostaltmärkisches Feuerwehrurgestein, lässt die Teilnehmer antreten. Die Kameraden kommen unter anderem aus Wollenrade, Erxleben, Rochau, Ballerstedt, Meseberg, Dobbrun, Grävenitz und Schorstedt. Einige Mannschaften wollen später noch hinzustoßen, auch in anderen Orten des Landkreises finden an diesem Wochenende Wettkämpfe statt. Der Terminplan ist eng gesteckt. Als die Mannschaften um die besten Zeiten im Löschangriff kämpfen und sich auf den Laufbahnen den Zuschauern zeigen, sind einige Feuerwehrleute vielleicht schon gedanklich bei einer ganz besonderen Disziplin, dem 100-Meter-Hindernislauf.

In beiden Bereichen wird gewetteifert, doch niemand vergisst, dass letztendlich das Miteinander und der Spaß siegen sollen. Den Löschangriff entscheidet Borstel mit einer Zeit von 20,96 Sekunden für sich. Dahinter folgen Lichterfelde (21,79) und Gastgeber Polkau (22). Insgesamt sind elf Mannschaften am Sonnabend an den Start gegangen. Die Krone im Hindernislauf der unter 40-Jährigen holt sich Steven Lepke, Polkau, die der Älteren Andreas Lepke, ebenfalls aus Polkau.

Blühenden Holunder, dem das traditionelle Stelldichein seinen Namen verdankt, hat es am Wochenende übrigens nicht zu sehen oder zu riechen gegeben, allenfalls noch Reste. Die Pflanze stand vielerorts vor wenigen Wochen in voller Blüte.

Von Marco Hertzfeld

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