Beliebte Brücke über die Biese seit Jahren gesperrt / Ministerium: Neubau frühestens 2017

„Schwiegervater“ bleibt klapprig

Da ist kein Durchkommen: Das aktuelle Bauwerk ist irgendwann nach der politischen Wende errichtet worden. So alt ist die Überführung also noch gar nicht. Dennoch haben Wind und Wetter naturgemäß ihre Spuren am vergleichsweise anfälligen Baustoff Holz hinterlassen.

Osterburg. Der Durchgang ist versperrt. Das Holz ist brüchig, an vielen Stellen ragen Nägel zentimeterweit heraus. Vorne fehlen etliche Bretter. Fahrradfahrer steuern auf Osterburgs Schwiegervaterbrücke zu – und biegen kurz vorher ab.

Auch Spaziergänger und Jogger müssen sich einen anderen Weg suchen. So geht es nun schon seit einigen Jahren, und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Dass dort wie bislang angenommen, zumindest im nächsten Jahr eine neue Brücke errichtet wird, schätzt die Straßenbauverwaltung des Landes als unrealistisch ein. Der Knackpunkt: Die sogenannte Baulast befindet sich noch immer nicht in einer Hand. Offenbar sind noch einige Hausaufgaben unerledigt. Das Land sieht die Einheitsgemeinde am Zug. Es geht um Grund und Boden.

Die Verantwortung für den südlichen Teil der wichtigen Radwegeverbindung zwischen Bismarker Straße und Brücke liege immer noch bei der Stadt Osterburg, betont Peter Mennicke, Sprecher des Bauministeriums in Magdeburg. Die Piste verläuft dort noch nicht wie im nördlichen Abschnitt direkt an der B189 entlang. Das will der Bund durch das Land ändern lassen. Offene Grundstücksfragen für den Bereich unmittelbar an der Brücke seien inzwischen beantwortet, die für die Gartenanlagen allerdings noch nicht. Wenn auch dies gelungen ist, könnten womöglich im kommenden Jahr zumindest erste Planungen beginnen.

Ob die neue Brücke an derselben Stelle errichtet wird, lasse sich noch nicht mit Gewissheit sagen. Der Standort richte sich schließlich nach dem Verlauf des Weges, geotechnische Untersuchungen sind ebenfalls vonnöten. Der derzeitige Brückenschlag über die Biese befindet sich ein gehöriges Stück von der B  189 entfernt. Eine erneute Konstruktion aus Holz hat offenbar wenig Chancen. Mennicke grundsätzlich: „Ziel ist es, wartungsarme robuste und dauerhafte Konstruktionen aus Beton oder Stahl zu errichten.“ Zu den Kosten lasse sich momentan noch nichts sagen. Für das gesamte Planungs- und Genehmigungsprozedere müsse etwa ein Jahr angesetzt werden. Ergo: Selbst für einen Baustart im Jahr 2017 wird es eng. [...]

Von Marco Hertzfeld

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