Nach Brücken-Abriss: Warten auf Landesbehörde angesagt

„Schwiegermutter“ trägt alleine

+
An dieser Stelle war seit 2008 schon kein Queren der Biese mehr erlaubt. Seit dieser Woche ist die Schwiegervaterbrücke nun Geschichte. Eine neue Brücke ist noch Zukunftsmusik.

Osterburg. Wenn die Handwerker einmal im Haus sind, dann sollte der Hausherr dies auch nutzen. So war es auch im Zusammenhang mit der Schwiegervaterbrücke.

„Wir hatten Abrissspezialisten in Osterburg und haben die Möglichkeit gleicht genutzt“, sagte Nico Schulz (CDU) gestern im Gespräch mit der AZ. Kein Geheimnis war, dass die statischen Gegebenheiten des tragenden Bauwerks nicht mehr tragbar waren. Nun trägt die Schwiegermutterbrücke vorerst alleine über die Biese.

Der Bürgermeister der Einheitsgemeinde ist allerdings zum Warten angehalten. Osterburg will vorerst nicht aus eigener Tasche einen Ersatz für die abgerissene Holzkonstruktion finanzieren. Dies hängt mit einer Idee und einer Vereinbarung zusammen, die Osterburgs einstiger Bürgermeister Hartmuth Raden (CDU) auf den Weg gebracht hatte.

Die Brücke, die seit 2008 nicht mehr betreten werden durfte, soll in Verbindung mit dem Bau eines Fahrradweges entlang der Bundesstraße 189 wieder aufgebaut werden. Diese Vereinbarung habe Raden damals mit dem Landesbetrieb Bau abgemacht, welche nach Auflösung jener Landesstelle nun mit der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt bestehe.

Das Projekt des straßenbegleitenden Radweges werde seit Jahren verzögert. Als Grund nannte Schulz, dass unter anderem Eigentumsfragen von Grundstücken erst geklärt werden mussten oder sich gar noch in der Klärung befänden.

Von Alexander Postolache

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare