Stadt investiert 2,6 Millionen Euro in Gebäude und Sporthalle

Lernort Flessau im Aufbruch: Schule für den Baustart gerüstet

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Das Schulgebäude ist bereits eingerüstet. Die Bauarbeiten in der Osterburger Ortschaft sollen schon bald beginnen.

Flessau. Mit dem Warten soll Schluss sein. Mitte oder Ende Januar könnte die Baugenehmigung vorliegen. Die Grundschule Flessau soll sich zu einem modernen Lernzentrum entwickeln.

Und Osterburgs Bauamtsleiter ist optimistisch: „Da viele Arbeiten am Objekt parallel verlaufen können, gehen wir derzeit davon aus, dass wir die Arbeiten noch in diesem Jahr abschließen können. “ Die Handwerker gehen in drei Teilabschnitte vor: Umbau der Schule, Sanierung der Sporthalle und Neubau eines Mehrgenerationenraums. Insgesamt stehen 2,6 Millionen Euro zur Verfügung, annähernd 2,3 Millionen Euro davon fließen aus einem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes, der Rest stammt aus der eigenen Kasse der Einheitsgemeinde.

Die Liste der Arbeiten ist beachtlich: Das Dach des Schulgebäudes wird erneuert, die Fassade gedämmt, um weniger Wärme zu verlieren. Auf dem Plan stehen zudem eine Heizungsanlage auf der Grundlage erneuerbarer Energien, eine Fotovoltaikanlage, ein Anbau und ein behindertengerechter Aufzug. In der Sporthalle werden die Fenster ausgetauscht. Handwerker erneuern nicht zuletzt die Sanitäranlagen und dämmen die Fassade. „Wir haben bereits Planungs- und Bauleistungen im Umfang von circa 886  000 Euro vergeben. Das entspricht einem Anteil von etwa 34 Prozent.“ Momentan zeichne sich nicht ab, dass der Kostenrahmen für das Großprojekt am Ende überschritten sein könnte, zeigt sich der Osterburger Amtschef auf Nachfrage der AZ zufrieden.

Von einer großen neuen Schulküche in der Osterburger Ortschaft ist derzeit keine Rede mehr. Das Geld reicht nicht aus. Das Projekt scheint aber nur aufgeschoben. Nico Schulz, der Bürgermeister der Einheitsgemeinde, sagte beim Neujahrsempfang der Hansestadt vor wenigen Tagen: „Für die Küche müssen wir aber erst die entsprechenden Förderrichtlinien des Landes abwarten, um zu wissen, in welchem Umfang wir Mittel beantragen können.“ Das bedeutet: Es bleibt vorerst bei einer Mensa mit Essenausgabe. Erfüllt sich der Wunsch der Einheitsgemeinde, öffnet sich ein Fördertopf und übernimmt ein Caterer den Küchenbetrieb, könnten auch andere kommunale Einrichtungen versorgt werden.

Handwerker und Schüler werden sich die nächsten Monate häufig begegnen. Der Unterricht soll aber so wenig wie möglich behindert werden. Schulleiter Olaf Jaensch sei in Vorbereitung und Ablaufplan einbezogen worden. Gut 100 Mädchen und Jungen besuchen den Lernort. Zum Einzugsbereich gehören einige Orte der Einheitsgemeinde Osterburg und Dörfer der Altmärkischen Höhe, Verbandsgemeinde Seehausen. Das Gebäude wurde Ende der 1960er-Jahre errichtet. Seit der politischen Wende ist bereits einiges erneuert worden, nun geht es ums Große.

Von Marco Hertzfeld

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