Markgraf-Albrecht-Gymnasium zeigt sich offen und experimentierfreudig

Schule aktiv gestalten

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„Wenn viele Menschen einen kleinen Beitrag leisten, können wir alle einen großen Effekt erzielen.“ Mit diesem Gedanken werben Uwe Schmidt (v.l.), Claudia Francke und Manfred Weber für den „Freundeskreis MAG“. Nächstes Projekt ist eine neue Beschallung der Aula.

Osterburg. Das Markgraf-Albrecht-Gymnasium Osterburg (MAG) öffnete am Sonnabend seine Türen für interessierte Besucher. Wer nicht überpünktlich eintraf, hatte Mühe, in der Umgebung einen Parkplatz zu finden, so stark war das Interesse.

Auch die ehrwürdige Aula des 1859 errichteten Gebäudes hatte Mühe, die vielen Besucher zu fassen. Begrüßt wurden die Gäste von Schulleiterin Elke Hein und Schülersprecherin Pauline Dobberkau. Im Anschluss stimmten 60 Sänger, mehr von ihnen konnte die Bühne nicht tragen, des etwa 90 Mitglieder starken Chores des Gymnasiums Reinhard Mays Lied „Über den Wolken“ an. In diesem stimmungsvollen Rahmen passte auch die Auszeichnung von fünf Chormitgliedern vom Landeschorverband Sachsen-Anhalt. Die beiden Leiter des Chores, Corinna und Lothar Klein, überreichten Urkunden für „5 Jahre Singen im Chor“.

Von ehemaligen Lehrern und Schülern wurde im Jahr 1992 der „Freundeskreis Markgraf-Albrecht-Gymnasium Osterburg“ gegründet. Neben der Traditionspflege nimmt die Unterstützung der Schule einen immer größeren Platz ein. Manfred Weber, Mitglied des Freundeskreises, überreichte Trikots, um den Mannschaften des Gymnasiums bei Auswärtskämpfen ein einheitliches Aussehen zu geben. Dann zeigten die Schüler der Klasse 7b den Besuchern ausgiebig ihre Lehrstätte.

Das Angebot, sich über die vielfältigen Unterrichtsinhalte zu informieren, wurde von zahlreichen Eltern mit ihren Kindern als vielleicht zukünftige Gymnasiasten genutzt. In 16 Unterrichtsräumen wurden von Lehrern und Schülern ebenso viele Unterrichtsfächer mit ihren fachbezogenen Inhalten, Methoden und Unterrichtsmaterialien vorgestellt. Es gab Wandzeitungen und Fachbücher, Anschauungsmaterialien, Modelle und Experimente zu besichtigen. Lehrer und Schüler hatten die Fragen Interessierter zu beantworten. Wissenstest, Quiz und Videos lockerten das Programm auf.

In der Sporthalle war ein Hindernisparcours für die Jüngsten aufgebaut, und für das leibliche Wohl der Entdeckungsreisenden sorgte die Schülerfirma „MAGs“. Auch außerschulisch ist das Gymnasium ein starker Faktor. Neben Veranstaltungen innerhalb der Osterburger Literaturtage werden Ausstellungen gestaltet, Theater gespielt, und in Sport-AGs an Wettbewerben teilgenommen.

So kamen in der vorigen Woche 85 Wintersportbegeisterte, davon 75 Schüler, aus dem Skigebiet bei Feldkirch in Österreich zurück. Angeboten wurden dort Ski- und Snowboardkurse, die von den Sportlehrern abgehalten wurden. In mehr als 2000 Meter Höhe gab es nicht nur viel Schnee, sondern auch Kultur am Abend. Sportliche Wettkämpfe, wie der Kampf um den Titel „Pistenengel“, festigten das Sozialverhalten. Im Foyer der Sporthalle zeigten die Lehrer Horst Janas und Hartmut Prieß ein Video zum Ereignis.

In dem Theaterstück „Vom kleinen König, der ein Kind kriegen musste“ sollte der arme König auf Befehl seiner Frau erst abwaschen, dann aufwischen, Wäsche waschen und schließlich noch das Kind austragen. Die Klassen 6c und 6d kehrten in der Aula die Emanzipation einfach um.

Bei den zahlreichen und interessanten Angeboten, sichtlich mit Herz und Aufwand vorbereitet, konnte sich die Besucher nur schwerpunktmäßig informieren, denn die zwei angesetzten Stunden zum Tag der offenen Tür vergingen wie im Flug.

Von Thomas Urbscheit

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