Osterburgs Ordnungsamts-Chef lässt defekte Geräte noch 2014 auswechseln

Schonzeit für Parker vorbei, Stadt ersetzt Altautomaten

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Dieser defekte Automat an der biesestädtischen Poststraße soll in Kürze ersetzt werden. Die Schonzeit für Autofahrer hat damit schon bald ein Ende. Es muss wieder bezahlt werden.

Osterburg. Die schöne Zeit für Sparfüchse am Lenkrad hat bald ein Ende. Der mindestens seit November vergangenen Jahres defekte Parkautomat an der Poststraße in Osterburg wird aller Voraussicht nach im Dezember ersetzt. Dann muss wieder fürs Parken bezahlt werden.

Die Stellflächen gegenüber der Sparkasse sind längst kein Geheimtipp mehr. Wer in der Innenstadt unterwegs sein will und es für seine Laufwege irgendwie einrichten kann, der parkt sein Fahrzeug genau dort. Die Ordnungshüter verlangen nur, die Parkscheibe einzulegen die Höchstparkdauer zu beachten, fertig. Wobei sich daran nicht alle halten. „Für die Bürger mag das alles sehr gut sein, doch für die Allgemeinheit nun einmal nicht“, findet Ordnungsamtsleiter Matthias Frank. Der Kommune sind allein in den vergangenen Monaten dadurch 1500 Euro und mehr verloren gegangen. Für eine Kleinstadt durchaus ein größerer Betrag.

Der Parkautomat stammt aus den 90er-Jahren. Schon vor seinem Totalausfall hatte das Gerät immer wieder einmal gestreikt. „Alles hat seine Zeit und ist vergänglich.“ Ihn noch einmal zu reparieren, mache keinen Sinn mehr, rechne sich nicht. Da so ein Automat seinen Preis habe, musste die Neuanschaffung warten. Im Haushalt sind nun insgesamt 8000 Euro für den Kauf zweier Geräte vorgesehen. „Ob das letztendlich reicht, müssen wir sehen“, sagt Frank der AZ. Der betagte Automat für den Parkplatz an der Lindenstraße soll ebenfalls ersetzt werden. „Er steht dort seit 1991. Laut Hersteller gehört das Gerät zu den ältesten in ganz Sachsen-Anhalt.“ Doch auch seine Platinen sind nicht für die Ewigkeit gemacht, der Zahn der Zeit nagt, Wind und Wetter hinterlassen überall ihre Spuren.

In der Einheitsgemeinde sei allein die Kernstadt mit Parkautomaten bestückt. Die Geräte stehen mehr oder weniger im Zentrum. Frank zählt insgesamt sechs Automaten, zwei an der Breiten Straße und jeweils einen an der Lindenstraße, der Poststraße, der Wasserstraße und am Großen Markt. Die Stadt wisse um das Für und Wider kostenpflichtiger Parkplätze in der Innenstadt. Frank: „Die Bürger kaufen ein, Touristen sind unterwegs.“ Niemand solle vergrault werden, gleichwohl müsse die Stadt möglichst viele Einnahmemöglichkeiten ausschöpfen. „Wobei es in anderen Städten ganz andere, deutlich höhere Parkgebühren gibt. Zudem haben wir die Brötchentaste, die kostenfreies Parken in der ersten Viertelstunde erlaubt.“ Und: Für die Vorweihnachtszeit und die Feiertage verzichtet die Stadt schon traditionell auf die Gebühren. „Ein entsprechender Stadtratsbeschluss gilt auch für dieses Jahr.

Von Marco Hertzfeld

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