Familie plant Park neu und setzt weiter auf Calberwisch – trotz der Rückschläge

Schloss-Retter wollen 2015 grünen Daumen beweisen

+
Eine Luftaufnahme des Schlosses Calberwisch aus vergangenen Tagen. Die neuen Besitzer wollen das Anwesen im Düsedauer Ortsteil peu à peu zu einem Rosenschloss umgestalten.

Calberwisch. „Das hier ist kein Zauberland, in dem sich die Arbeit allein erledigt. Und ja, natürlich gibt es auch Rückschläge“, gesteht Nadin Jüngst unumwunden ein. Mit ihrem Mann Jochen hat sie das Schloss Calberwisch vor gut einem Jahr übernommen.

„Wir haben die zwei Terrassen saniert. Und mussten den Keller regelrecht umkrempeln und retten, ansonsten wäre das Haus an Durchfeuchtung kaputtgegangen. Deshalb konnten wir noch nicht wie geplant so richtig Geld für den Schlossgarten in die Hand nehmen. “ Im kommenden Jahr soll aber auch dort einiges passieren. Die neue Schlossherrin weiß sehr wohl, dass die Menschen in der Umgebung daran besonders interessiert sind. Die Jüngsts wollen ihr Anwesen zum „Rosenschloss“ ausbauen und es bei bestimmten Anlässen für die Öffentlichkeit öffnen. Zudem sollen dort Hochzeiten stattfinden. Das Schloss ist bereits Außenstelle des Standesamtes Osterburg.

Die Wurzeln des Anwesens im Düsedauer Ortsteil reichen mindestens bis ins 17. Jahrhundert zurück. Das Schloss ist 1875 im Stil der Neorenaissance errichtet worden. Martin Gropius war einer der Architekten. Damit hat es durchaus überregionale Bedeutung. Vom einstigen Park ist nicht mehr viel übrig geblieben. „Als wir angefangen haben, war alles komplett verwildert. Es muss aber auch hier einmal so etwas wie Sichtachsen gegeben haben. Wir wollen nun zumindest ein gewisses Konzept umsetzen, für Struktur sorgen“, erläutert Jüngst gegenüber der AZ.

Die Schlossbesitzer wollen 2015 Hingucker schaffen beziehungsweise neu beleben. „Ein Park lebt von Highlights.“ Jüngst denkt dabei nicht zuletzt an das Taubenhaus, an den Teich, das Buxarium und die Roseninsel. Einiges kann sich bereits sehen lassen, vieles muss noch weiter vorangetrieben werden. „Alles ist mit Zeit, Kraft und Geld verbunden.“ So habe auch die Buchsbaumberatung bezahlt werden wollen, als die Pflanzen vor einem gefährlichen Pilz gerettet waren. „Wir begleichen jede Rechnung und sind auch bereit, weiter in das Objekt zu investieren“, unterstreicht Jüngst. Der Traum vom Rosenschloss Calberwisch soll sich erfüllen.

Von Marco Hertzfeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare