Gedenkstein bekommt neuen Standort auf August-Hilliges-Platz

Aus Schattendasein befreit: Einweihung am 3. Oktober  

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Aus der Ecke am Rathaus wurde der „Stein der Einheit“ gestern von Bernd Haßtedt (v.l.), Hagen Portele und Klaus-Peter Gose befreit.

Osterburg. Ein Objekt, das eigentlich ein Hingucker sein sollte, fristet seit langer Zeit ein wahrhaftiges Schattendasein in einer „Hunde- und Pinkelecke“, wie es Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose deutlich formuliert.

Das soll am diesjährigen Tag der Deutschen Einheit, welcher am Sonnabend, 3. Oktober, auch in der Hansestadt Osterburg gefeiert wird, anders sein. Der Gedenkstein, welcher eben diesen Einheitstag monumental in einer Komposition aus Stein und Metall präsentiert, war ein Präsent der Partnerstadt Oerlinghausen. Und wurde einst „auf dem Großen Markt bereits vor seiner Sanierung in den 90er Jahren“ in die Ecke neben dem Rathaus versetzt. Gestern machte sich Gose (CDU) fraktionsübergreifend unterstützt von Hagen Portele (Die Linke) und mit Baufachmann Bernd Haßtedt daran, den Gedenkstein auszugraben. „Die Jungs haben ganze Arbeit geleistet“, musterte er den massiven Betonblock, der einst dafür gegossen wurde, das Monument auf lange Sicht stehen zu lassen. Im vergangenen Jahr diskutierte der Ortschaftsrat noch die Variante, den Stein, der seit 1992 in Osterburg steht, auf die Insel am Kreisverkehr der Bismarker Straße zu platzieren. Diese Idee fand allerdings nicht viele Liebhaber.

Der „Stein der Einheit“ wird nun an würdiger Stelle in der Hansestadt aufgestellt und am kommenden Tag der Deutschen Einheit feierlich dort präsentiert. Der August-Hilliges-Platz wurde dazu ausgewählt. Zu diesem Anlass sind Karlheinz Mewes (CDU), erster Osterburger Landrat nach der Wiedervereinigung, sowie der ehemalige und erste Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und gebürtige Stendaler Gerd Gies (CDU) dabei.

Gose fand für diesen Einsatz nicht nur Zustimmung aus dem Ortschaftsrat. Auch Baufirmen helfen kostenfrei.

Von Alexander Postolache

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