Ab Oktober können Maßnahmen gegen Saatkrähen ergriffen werden

Lösung ist in Sicht

Auf den Bäumen des Kindergartens nisten zurzeit zahlreiche Saatkrähen und machen viel Lärm
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Zahlreiche Nester der Saatkrähen befinden sich auf dem Gelände der Kita Jenny Marx. Ab Oktober können Maßnahmen ergriffen werden, um Ähnliches im kommenden Jahr zu verhindern.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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In der Kita Jenny Marx rauben die Saatkrähen, die sich auf den Bäumen auf dem Gelände der Kita Jenny Marx ihren Nachwuchs großziehen, buchstäblich den Schlaf (die AZ berichtete). Auch die Verschmutzung des Außenbereiches ist ein großes Problem. Die Verwaltung hat sich um eine Ausnahmegenehmigung bemüht und darf nun Maßnahmen ergreifen, damit die Vögel im kommenden Jahr nicht mehr in der Nähe der Kita und des Verkehrsgartens brüten.

„Es wurde festgestellt, dass der derzeitige Zustand für die Kinder unzumutbar ist“, berichtete Detlef Kränzel, Leiter des Amtes für Finanzen und Ordnungsangelegenheiten am Dienstagabend im Stadtrat. Aus diesem Grund dürfen die Bäume, auf denen sich die Nester der geschützten Vögel befinden von der Zeit zwischen dem 1. Oktober und dem 15. März 2022 entästet werden, um so zu verhindern, dass die Zweige genügend Halt für neue Nester bieten. „Danach darf dann aber nichts mehr an diesen Bäumen gemacht werden“.Es müsse bei Entastung zudem darauf geachtet werden, dass man nicht in die Statik der Bäume eingreift. Im Bereich des Kindergartens wurden 13 Nester gezählt, im Areal des Verkehrsgartens 36. Keine Maßnahmen dürfen in Bezug auf den Parkplatz gegenüber der Stadtverwaltung ergriffen werden. Der Amtsleiter äußerte die Sorge, dass sich das Problem in den Folgejahren möglicherweise nur verlagern könnte. Betroffen wäre dann höchstwahrscheinlich auch die Grundschule am Hain, da sich die Saatkrähen auch im gesamten Bereich des Hains ausbreiten.

„Auf dem Schulgelände haben wir mit den Krähen keine Probleme, so Leiterin Kathirn Lehmann gegenüber der AZ. „Aber es wurde ja extra am Hain eine Laufbahn hergerichtet, damit wir nicht mehr an die Bleiche ausweichen müssen“. Am Sportplatz am Hain ist es sehr schmutzig“.

Für Kita-Leiterin Ute Löschner und ihr Team bleibt zunächst einmal nichts anderes übrig, als sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. „Das Krähen ist wirklich sehr laut, sodass die Kinder mittags nicht schlafen können. Und wenn wir draußen sind, achten wir natürlich sehr darauf, dass die Kinder direkt unter den Nestern spielen.“

Besonders bei gutem Wetter sind die Krähen nicht zu überhören. Mit der nun erteilten Genehmigung besteht die Möglichkeit, das Problem zu entschärfen. Es bleibt jedoch die Frage offen, wohin die Vögel ausweichen werden, wenn sie im Bereich des Kindergartens und des Verkehrsgartens keine Nistmöglichkeiten finden..

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