Auf 20 Quadratmetern

Osterburg: Lego-Projekt mit Begeisterung umgesetzt – „Keiner wollte Pause machen“

Eine kleine Stadt in Miniaturformat entstand bei dem Projekt an der Osterburger Grundschule
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Auf 20 Quadratmetern entstand innerhalb von nur drei Tagen eine kleine Stadt aus Legosteinen. Die Klasse 4b der Grundschule am Hain wurde hierbei durch den Stendaler Verein „Lebendige Steine“ unterstützt.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Manche Spielzeuge sind zeitlos und sind schon seit Jahrzehnten beliebt. Legosteine zählen ohne Zweifel dazu und so war es kein Wunder, dass die Klasse 4b der Grundschule am Hain Feuer und Flamme für ein Projekt war, das Klassenleiterin Birgit Schmidt gemeinsam mit dem Stendaler Verein „Lebendige Steine“ umgesetzt hat. Mehrmals pro Jahr unterstützt der Verein Schulklassen bei der Umsetzung des Projektes, das die Kreativität von Kindern fördert.

„Unser Verein hat etwa 120000 Legosteine, erzählt Geschäftsführer Samuel Kloft am späten Freitagnachmittag, als sich die Kinder ihren Eltern und auch einigen Großeltern ihr Projekt präsentierten. Auf zehn mal zwei Metern wurde eine Stadt aus Lego errichtet. „Dafür wurden zum Teil Bausätze genutzt, aber auch frei gebaut“, so Kloft, der den Kindern vor der Besichtigung, die coronabedingt immer nur von drei bis vier Familien gleichzeitig möglich war, noch etwas mit auf den Weg gab: „Nur schauen, nicht bauen“, sagte Kloft, schließlich sollte das sehenswerte Ergebnis unbeschadet präsentiert werden. Sichtlich stolz zeigten die Schüler beim Rundgang ihren Eltern, bei welchen Bauwerken der legostadt sie mitgewirkt haben. Vielfach wurden Handys und auch Fotoapparate gezückt, um die Ergebnisse als bleibende Erinnerung festzuhalten.

Lehrerin Schmidt bedankte sich kurz bevor die Besichtigung begann bei den Helfern unter den Eltern. Denn einige waren an den drei Tagen, an denen die 24 Kinder die 60 000 Steine verbaut haben, mit im Einsatz. Schmidt lobte das Engagement ihrer Schüler. „Keiner wollte Pause machen. Da wurde vielleicht mal kurz vom Brot abgebissen und anschließend direkt weitergemacht. Die Kinder hatten so viel Ausdauer und Ehrgeiz. Das war phänomenal“, geriet die Pädagogin ein wenig ins Schwärmen.

Bei den Motiven gab es keinerlei Vorgaben wie etwa eine mögliche Orientierung an der Biesestadt. Unter den Gebäuden befinden sich Wolkenkratzer, ebenso wie ein Fußballstadion und Windräder.

Nach dem Bestaunen der Motive war das Ganze jedoch noch nicht vorbei. Nach dem Vergnügen folgte an die Arbeit. Am gestrigen Freitag ging es dann daran, die Legostadt wieder abzubauen. „Dafür benötigen wir noch freiwillige Helfer“, warb Schmidt am Donnerstag für weitere Unterstützung. Einige Eltern und Großeltern hatten sich zu dem Zeitpunkt schon gemeldet, doch die erforderlichen zehn waren es noch nicht. So viele Helfer benötigt man laut Kloft für den Abbau der Steine.

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