Umzug ist denkbar

Gedankenspiele im Stadtrat: Rückkehr des Marktes auf Hilliges-Platz möglich

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Um eine Belebung des Einzelhandels an der Breiten Straße zu erreichen, ist eine Rückkehr des Osterburger Wochenmarktes auf den August-Hilliges-Platz im Gespräch. Konkrete Pläne gibt es allerdings noch nicht.

Osterburg – Es ist gerade einmal acht Monate her, da wurde der neue Standort des Osterburger Wochenmarktes eingeweiht. Rund 600.000 Euro wurden in der Nähe des Lindenparkplatzes in ein neues Pflaster und auch in Grünflächen investiert.

Es ist jedoch denkbar, dass auch an anderer Stelle Händler ihre Waren verkaufen könnten. Ein Grund für ein mögliches Umdenken, sind Wünsche von Einzelhändlern in der Breiten Straße.

Bürgermeister Nico Schulz brachte eine Erweiterung des Marktes bei der Sitzung des Stadtrates am Dienstagabend ins Gespräch, um den Einzelhändlern an der Breiten Straße entgegenzukommen, die nach wie vor Bedenken haben, dass sie Kundschaft verlieren, wenn im Osterburger Norden ein weiterer Supermarkt entstehen sollte. Den Weg für den Bau des Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfts hat der Stadtrat am Montag frei gemacht.

Laut Schulz ergibt sich eventuell die Möglichkeit, eine ungepflegte Fläche in unmittelbarer Nähe der Stadtpassage zurückzukaufen, sodass dort Marktstände stehen könnten. „Es wäre zwar ein gewisses Hin und Her, wenn das passiert, aber wir müssen die Sorgen der Einzelhändler ernstnehmen“, so Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose gegenüber der AZ.

Bei den Einzelhändlern in der Breiten Straße ergibt sich ein differenziertes Bild. Während beispielsweise beim Schmuck- und Uhrenhändler Anglmayer der Standort des Marktes für den Kundenzulauf unerheblich sei, ist von der Fleischerei Kiebach zu erfahren, dass es mehr Kunden gab, als der Markt näher an der Breiten Straße lag.

Bürgermeister Schulz glaubt nicht, dass der geplante Supermarkt die Einzelhändler in der Breiten Straße spürbar Kunden kosten würde, aber er wäre bereit, den Händlern in der Breiten Straße entgegenzukommen.

Mit dem möglichen Kauf der Fläche in der Nähe der Stadtpassage würde sich eine neue Situation ergeben. „Wir wollen die Fläche natürlich nicht so lassen“, so Schulz, der davon ausgeht, dass die Markttreibenden in diesem Fall komplett umziehen würden. „So viele Stände sind es ja derzeit nicht. Ich glaube schon, dass diese in der Nähe der Breiten Straße alle ihren Platz finden würden.“

Einheitsgemeindebürgermeister Schulz zeigt sich offen für Diskussionen um den Standort des Osterburger Marktes, er favorisiert dennoch den derzeitigen Platz in der Nähe des Lindenparkplatzes. Eine Tendenz ist bislang noch nicht abzusehen, aber Diskussionen werden folgen.

VON TOBIAS HENKE

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