Osterburgs Bauamtsleiter: 1,8 Millionen Euro reichen beileibe nicht aus

Reparatur schlägt Wellen: Ausgaben steigen spürbar

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Für Jung und Alt, Klein und Groß ist die Fuchsbau-Halle eine wichtige Freizeitstätte.

Osterburg. Sanierung und touristische Neuausrichtung der Osterburger Schwimmhalle „Am Fuchsbau“ werden teuer.

„Es bedarf eines großen finanziellen Aufwandes, der über die bisher genannten Kosten von circa 1,8 Millionen Euro hinausgeht“, informiert Matthias Köberle auf AZ-Anfrage. Die massenhaft schadhaften Beckenfliesen und die Bädertechnik treiben dem Bauamtsleiter die Sorgenfalten ins Gesicht. Doch der Biesestädter nimmt es sportlich und als Herausforderung, es dürfte ihm auch nichts anderes übrig bleiben. SOS funkt noch niemand. Wie tief die Kommune für ihre Einrichtung letztendlich in den Säckel greifen müsse, hänge von der Machbarkeitsstudie und der Ausschreibung ab. Fördergeld könnte in erheblichem Maße fließen, sodass die Stadt sich nicht übernehmen müsste.

Der zeitliche Rahmen lasse sich momentan nur schwer abschätzen. „Da ich aber immer optimistisch bin, hoffe ich, dass wir dieses Jahr bereits anfangen und den Rest der Umbauarbeiten in 2019 abschließen.“ Aktuell sitzt der Amtschef über dem Förderantrag. Das heißt: Das Tourismuskonzept für die Halle wird überarbeitet und der Auftrag für eine Machbarkeitsstudie, die der Hauptausschuss am 1. Februar vergeben soll, vorbereitet. Das 2006 eröffnete Fuchsbau-Bad ist wichtig für die Region, für Freizeitschwimmer genauso wie für die Landessportschule, die es betreibt und nutzt. Inwieweit derart große Schäden nach relativ kurzer Zeit normal sind, beschäftigte bereits Sachverständige. Ob das letzte Wort mit den Baufirmen in dieser Sache gesprochen ist, wird sich zeigen.

Der Fördermittelantrag könne vermutlich nicht vor dem Frühjahr bei der Investitionsbank des Landes eingereicht werden. Köberle sieht bei allem Ärger über das dann doch unerwartete Ausmaß der Schäden auch eine Chance: „Wir wollen mit dem Projekt die touristische Erschließung und Nutzung der Schwimmhalle neu ausrichten und die touristischen Schwerpunkte stärker betonen.“ Der Bauamtsleiter zählt auf: Barrierefreiheit für das Qualitätskennzeichen „Reisen für alle“, Wellness, Radsporttouristen sowie die Palette „50+ und Senioren“.

Immer wieder einmal mussten Fliesen bei einer obligatorischen Durchsicht ausgetauscht werden, da sie offenbar dem hohen Druck nicht standhielten. Ausbessern reicht nun nicht mehr, das Problem ist größer als gedacht (die AZ berichtete). Eine große Reparatur ist fällig. Bis dahin ist die Halle geöffnet.

Von Marco Hertzfeld

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