Osterburger Rassegeflügelzuchtverein richtet 21. Bieseschau aus

Edles Federvieh lenkt Blicke auf sich

Rassegeflügelschau in Osterburg
+
Bei der 21. Biese-Rassegeflügelschau waren 254 Tiere in 29 Rassen von 18 Ausstellern zu sehen.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
    schließen

Osterburg. Das 90-jährige Jubiläum feierte der Verein für Rassegeflügelzucht 1931 Osterburg und Umgebung mit der 21. Biese-Rassegeflügelschau am Wochenende. In der ehemaligen Musikmarkthalle am Großen Markt der Biesestadt ging die zweitägige Schau über die Bühne – in diesen Räumen voraussichtlich zum letzten Mal.

Vorsitzender Eckhard Gu-towsky sprach zur Eröffnung am Sonnabend einige Grußworte. So machte er darauf aufmerksam, dass es 2020 unmöglich war, aufgrund der pandemischen Lage eine Ausstellung zu organisieren. Umso mehr freute sich der Vereinschef auf die nunmehr 21. Auflage mit insgesamt 254 Tieren in 29 Rassen und von 18 Ausstellern. „Rassegeflügelschauen sind die Ernte der Züchter. Wir zeigen hier, was wir mit diesem schönen Hobby in züchterischer Arbeit geleistet haben. Diese Rassen und Farbenschläge zu züchten und altes Kulturgut zu erhalten, ist unsere Hauptaufgabe in der Freizeit.“ Die Schau sei zugleich ein Wettbewerb der Züchter untereinander und fördere das Vereinsleben und den Zusammenhalt. Ein Dank ging an die Stadt Osterburg für die Bereitstellung der Lokalität, auch wenn diese in einem recht desolaten Zustand vorgefunden wurde. „Mit Aufräumarbeiten, Sicherung von Unfallgefahrenquellen, Notstromverlegung und Dekoration hoffen wir dennoch auf ein angenehmes Ambiente für Züchter und Besucher.“ Ein besonderer dank ging an den Elektrofachmann Carsten Vinzelberg in Erxleben: „Ohne ihn hätte die Ausstellung im Dunkeln stattgefunden beziehungsweise gar nicht.“

Die Bieseschauen sind auch immer Anlass, hervorragende Züchter für ihr edles Federvieh auszuzeichnen. Im Vorfeld bewerteten die Preisrichter Wilfried Lattorff, Joachim Ackermann, Georg Wipprecht und Alvin Hermann die Tiere. Vereinsmeister wurden nach der Begutachtung des Geflügels dann Mario Kik (Wassergeflügel), Mathias Quasebarth (Zwerghühner), Harald Missenberger (Tauben) und Wolfgang Kubeil (Gästemeister). Der Wanderpokal des Osterburger Bürgermeisters Nico Schulz ging an Udo Reinecke. Da das Stadtoberhaupt verhindert war, überreichte die Trophäe Vize-Bürgermeister Detlef Kränzel, der auch erwähnte, dass die Musikmarkthalle verkauft werden solle, da die Stadt keine Eigennutzung dafür habe. Für die Geflügelzüchter bedeutet das, dass sie für die 22. Schau in 2022 nach geeigneten Räumen suchen müssen.

Lobende Worte gab es von Hannelore Freitag, Vorsitzende des Stendaler Kreisverbandes der Geflügelzüchter, für Eckhard Gutowsky. Er sei seit 1973 Mitglied im Osterburger Verein, seit 2016 Vorsitzender und gehöre auch dem Kreisvorstand an. Für sein Engagement bekam er die goldene Ehrennadel des Landesverbandes. Zuvor zeichnete Gutowsky langjährige Vereinsmitglieder aus. Das waren Paul Ganske, der seit einem halben Jahrhundert der Organisation angehört, sowie Herbert Brünsch (45 Jahre) und Harald Missenberger (47 Jahre).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare