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Probleme sind wohl unüberbrückbar

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Heiko Fischer hält an seinem angekündigten Rücktritt fest.

Erxleben. Heiko Fischer möchte die Öffentlichkeit über seine Rückzugsgründe aus der Wehrleitung Erxleben informieren und betonte: „Ausschlaggebend war eine Missbilligung durch den Ordnungsamtsleiter Herrn Frank.

“ In diesem Zusammenhang gibt es mehrere Kritikpunkte seitens der Verwaltung. Einige Beispiele: So habe es eine eigenständige Anmeldung bei der Feuerwehrunfallkasse zu einer Besichtigung des Gerätehauses in Erxleben gegeben. „Das ist nicht wahrheitsgemäß, der Dienstweg wurde eingehalten. Es mit meine Pflicht für die Sicherheit der Kameraden zu sorgen“, unterstrich Heiko Fischer. Bei einem weiteren Punkt geht es um das Dienstfahrzeug MTW, das bereits 2008 außer Betrieb genommen wurde. Dieses soll zum Einkauf genutzt worden sein. „Ich bin mir sicher das es kein privater Einkauf war, das habe ich nicht nötig“, reagierte der Erxlebener darauf.

Er wird der Wehr aber nicht komplett den Rücken kehren. Fischer wird sich zwar von der Führungsebene zurück ziehen, als Einsatzkraft aber weiterhin zur Verfügung stehen. Außerdem wird der Erxlebener das Amt des Ortswehrleiters so lange führen, bis es einen Nachfolger gibt. Allerdings spätestens bis zum 30. September.

Seinen Ärger über die Verwaltung machte er gestern im Gespräch mit der AZ immer wieder deutlich. „Trotz einer Aussprache mit Ordnungsamtsleiter und Stadtwehrleitung am 26. Januar, indem einige der Punkte, der mir vorgeworfenen Fakten entkräftet beziehungsweise ausgeräumt worden sind, wurde mir Missbilligung in Ihrem Auftrag ausgesprochen“, heißt es in einem Brief an Bürgermeister Nico Schulz und weiter: „Da ich diese Aufgabe als Wehrleiter schon seit fast 20 Jahren inne habe und schon viele Stunden meiner Freizeit dem Ehrenamt geopfert habe und wir diesbezüglich einige Erfolge nachweisen können, möchte ich nicht in nächster Zeit vielleicht in Unehren entlassen werden.“ Heiko Fischer glaubt zudem, dass sich bei dem Verhalten um eine Revanche handele, da er eine Fachaufsichbeschwerde eingelegt habe.

Der Bürgermeister bedauert den angekündigten Rücktritt, wollte sich aber nicht ausführlich dazu äußern. Er machte allerdings deutlich: „Ich finde es fair, dass der Rücktritt nicht sofort erfolgt und somit eine geordnete Übergabe möglich ist.“

Von Christian Ziems

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