Prioritäten 2012 festlegen

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In Osterburg steht der Anbau der Linden-Sporthalle oben auf der Prioritätenliste. In den nächsten Bauausschusssitzungen soll dieses Thema immer wieder auf die Tagesordnung.

Osterburg - Von Jörg Gerber. Alles sollte größer und alles sollte besser werden und letztendlich kam alles genau anders. Das Land gibt weniger Geld, der Kreis möchte mehr haben und die neuen Gebilde, die da Einheitsgemeinde oder Verbandsgemeinde heißen, müssen Konsolidierungskonzepte erarbeiten. Dennoch kann etwas investiert werden, was oder wo, damit können und müssen sich nun die Kommunalpolitiker auseinander setzen. „Prioritätenliste der Einheitsgemeinde Osterburg“ war dann auch ein Tagesordnungspunkt der Bauausschusssitzung am Montagabend. Dazu konnte der Ausschussvorsitzende Matthias Köberle auch einige Ortsbürgermeister begrüßen.

Einer von ihnen, nämlich Gladigaus Ortsbürgermeister Matthias Müller, hatte sich vorab schon mal richtig Gedanken gemacht und eine Art Schlüssel erarbeitet. Zu Grunde gelegt habe er letztendlich die Pro- Kopf-Verschuldung, die mit den einzelnen Gemeinden in die Einheitsgemeinde gebracht wurde. Als Beispiel würde der Ortsteil Meseberg bei rund 213 Euro liegen und die geringste Verschuldung aufweisen. Ganz anders Ballerstedt wo praktisch jeder Einwohner einen Schuldenberg von 2457 Euro mit sich trägt.

Diesen „Finanzschlüssel“ wertete auch Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose als eine „sinnvolle Entscheidungsgrundlage“. Er erinnerte aber auch daran, dass Osterburg die Zentrumsfunktion inne habe und alle Ortsteile sich dazu bekannt hatten. Weiter sagte er auch, dass nichtförderfähige Maßnahmen in Zeiten der Konsolidierung kaum Berücksichtigung finden könnten.

Düsedaus Ortsbürgermeister Oliver Rüdrich erklärte, dass anhand der vorliegenden Zahlen Ballerstedt ganz außen vor bleiben müsste. Das könne nicht sein, auch dort sollte etwas passieren, mahnte er an.

Viele Ortschaften hatten bis dahin ihre Prioritätenlisten für das Jahr 2012 bereits aufgestellt. Den Mitgliedern des Bauausschusses sollten diese Listen nun erst einmal zugänglich gemacht werden, damit sie wissen, über welche Maßnahmen sie konkret reden. Wie Matthias Köberle sagte, werde dieses Thema nun wohl immer wieder auf der Tagesordnung des Bauausschusses der Einheitsgemeinde stehen.

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