Osterburger Motorsportfan verdient sich in Oschersleben als Co-Pilot erste Sporen und will mehr

Zur Premiere gleich auf Rang eins

Stephan Metzker sitzt Fahrer Bernd Lutz zur Seite.
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Stephan Metzker sitzt Fahrer Bernd Lutz zur Seite.
  • Marco Hertzfeld
    VonMarco Hertzfeld
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Oschersleben. „Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. “ Stephan Metzker hat sich seine ersten richtigen Sporen im Autorennsport verdient. Der 32-Jährige saß als Co-Pilot neben Bernd Lutz, einem erfahrenen Motorsportler aus Baden-Württemberg.

Die Premiere darf getrost als geglückt bezeichnet werden, die beiden holten bei einer sogenannten Retro-Rallye auf der Strecke in Oschersleben einen ersten Platz. Erst wenige Tage zuvor hatte der Osterburger seine Lizenz des Deutschen Motor-Sport-Bundes (DMSB) erhalten. Sie berechtigt ihn auch dazu, selbst einen Rennwagen zu lenken. „Die Ambitionen sind da, sicherlich. Doch noch will ich einfach dazulernen. “.

Lutz und Metzker sind vorn mit einem VW unterwegs.

Der Biesestädter liebt die Motorengeräusche, die Tempofahrten auf Schotter und Asphalt, den Dreck, der einem im Gelände um die Nase fliegt. Schon als junger Bursche hat er Rennen live verfolgt und nicht nur vor dem Fernseher. Mehr als ein Dutzend Veranstaltungen sind es allein 2017 gewesen. Meistens reist Metzker als Zuschauer und Fotograf an, mitunter auch als Streckenhelfer. Lutz lernte er im vergangenen Jahr kennen. „Es passt einfach, wir harmonieren gut“, ist Metzker überzeugt. Vielleicht geht das Duo im Spätsommer bei einem Rennen im Erzgebirge an den Start, auch die Wartburg-Rallye davor reize ihn.

Metzkers Fahrerlizenz ist noch ganz frisch.

„Dann geht es ordentlich gegen die Zeit. Das habe ich ja am liebsten.“ Bei den Läufen zur Retro-Rallye-Serie wie am Wochenende im sachsen-anhaltinischen Oschersleben kommt es hingegen nicht auf das Erzielen von Höchstgeschwindigkeiten oder Bestzeiten an. Ziel sei es, das Fahrzeug eher gleichmäßig zu lenken und am Ende an der Lichtschranke möglichst genau die Zeitvorgabe zu treffen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liege bei maximal 50 Sachen. „Eingesetzt werden Fahrzeuge, die mindestens 20 Jahre alt sind.“ Bei seiner Premiere im Rennwagen hat der Osterburger die Bordkarte verwaltet, die Zeiten mit der Uhr gestoppt und die Runden gezählt. „Die Aufgaben eines Co-Piloten bei normalen Rallyes sind genauso oder zumindest ähnlich. Doch geht es dort eben wirklich um Tempo und Bestzeit.“ Für Metzker ist der Anfang gelungen. Er habe den Fuß sozusagen im Rennwagen und hoffe auf mehr.

Dass bei seiner Premiere gleich ein Preis herausgesprungen ist, sei eine schöne Sache. „Damit konnte nun wirklich niemand rechnen.“ Insgesamt fanden am Wochenende drei Läufe innerhalb der Retro-Rallye-Serie statt. Lutz trat mit Metzker im dritten Lauf gegen mehr als ein Dutzend weiterer Fahrer an. Der Osterburger ist glücklich. Freundin Kristin Siepert hatte ihm in der Motorsport-Arena in Oschersleben kräftig die Daumen gedrückt.

Von Marco Hertzfeld

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