Zwölf Bäume ins Erdreich gebracht

Pflanzaktion im Osterburger Stadtgebiet: Auf dem Weg zur grünen Lunge

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Zur Pflanzaktion im Osterburger Stadtgebiet trafen sich am Sonnabend BUND-Mitglieder und die sogenannte grüne Gruppe.

Osterburg – Die Hansestadt Osterburg soll grüner werden. Dafür engagieren sich die Stendaler BUND-Kreisgruppe um Vorsitzende Susanne Bohlander und die sogenannte grüne Gruppe in der Biesestadt.

„Bäume tragen im Stadtgebiet zu mehr Lebensqualität bei, bieten Vögeln und Insekten Nahrung und Unterschlupf, sorgen für gute Luft und ein besseres Klima“, freuen sich insbesondere die BUND-Mitglieder Anett Hoppe und Fabian Rieger, die Geldspenden für zehn Bäume inklusive Pflanzmaterial zusammengetragen haben.

„Wir wollen die Bäume vorrangig an Stellen pflanzen, an denen Bäume gefällt, jedoch nie nachgepflanzt wurden, um damit zu signalisieren, wie wichtig uns und vielen anderen Einwohnern das Grün im Stadtgebiet ist. “.

Am Sonnabendvormittag fanden sich circa 20 Naturfreunde beim Treffpunkt am Skaterplatz an der Heinrich-Eckholt-Allee ein. „Wir wollen symbolisch ein Zeichen setzen, dass uns die Umwelt am Herzen liegt“, sagte Anette Bütow auch in Richtung der Stadtverantwortlichen. Zehn Bäume, alles einheimische Arten wie beispielsweise Buche, Linde, Ahorn und Esche, wurden an den Seggewiesen und an der August-Bebel-Straße ins Erdreich gebracht.

Zuvor pflanzten die Umweltfreunde am Freitag ebenfalls zwei Bäume. Preisgünstig ist die Aktion nicht: Rund 100 Euro müssen für einen Baum nebst Pflanzmaterial ausgegeben werden. Deshalb ist die grüne Gruppe immer wieder für die Finanzierung auf Spenden angewiesen. Wer sich daran beteiligen möchte, kann Fabian Rieger per Email kontaktieren: fabian3105@gmx.de. Wenn jemand es möchte, dass Bäume auf seinem Privatgrundstück gepflanzt werden sollen, auch dann kann an die besagte Email-Adresse eine Nachricht geschickt werden.

Ursprünglich sollte die Pflanzaktion am 3. Oktober über die Bühne gehen. Das Bundesland Schleswig-Holstein wollte gegen den Klimawandel ein Zeichen setzen und hatte zum Tag der Deutschen Einheit die bundesweite Aktion „Einheitsbuddeln“ ins Leben gerufen – eine große Baumpflanzaktion. An diesem Tag sollte im besten Falle jeder Deutsche einen Baum pflanzen. Die Osterburger lehnten angesichts der Witterungsbedingungen ab. „Es war viel zu trocken, um Bäume zu pflanzen“, sagte Anette Bütow gegenüber der AZ und fügt hinzu: „Der Monat November ist da viel geeigneter. Der Boden ist jetzt gut durchnässt, eben die optimale Pflanzzeit.“ Zu den jüngsten Pflanzern am Sonnabend gehörten die Malinke-Brüder Juan-Pierre und Jean-Pascal aus Hindenburg. Letzterer findet die Aktion so gut, dass er damit an der Goldbecker Schule in Erscheinung treten möchte.

Auch für das nächste Jahr 2020 hat die Osterburger grüne Gruppe schon einige Pläne. So sollen im Februar zwischen 50 und 100 Nistkästen aus Recyclingmaterial gebaut werden, kündigt Fabian Rieger an. Im Frühjahr ist dann wieder eine große Müllsammelaktion angesagt. Und Bäume sollen im Herbst gepflanzt werden – aller Vor-aussicht nach im November.

VON THOMAS WESTERMANN

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