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Landkreis Stendal: Pferde-Versteigerung abgesagt

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Die Pferde werden vorerst nicht versteigert.

ds Stendal / Osterburg. Wie der Landkreis Stendal via Pressemitteilung von heute Mittag erklärt, ist die Pferde-Versteigerung abgesagt. Am 27. Januar sollten 73 Pferde veräußert werden (AZ berichtete).

Die Pressemitteilung des Landkreises Stendal im Wortlaut:

"Die Tiere waren am 7. Dezember 2016 wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetzt einem Osterburger Pferdehalter fortgenommen worden. 

Zurzeit sind die Pferde in der ehemaligen Bullenstation der Rinder-Allianz in Lichterfelde untergebracht, werden dort versorgt und tiermedizinisch betreut. Der Landkreis Stendal hatte bisher geplant, die Tiere am 27.01.2017 auf dem Rinderzuchtgelände zu versteigern. Diese Versteigerung wird nicht stattfinden. Gegen die Bescheide des Landkreises Stendal vom 07.12.2016 über die Fortnahme und vom 29.12.2016 über die Veräußerung der Pferde hat der bisherige Eigentümer Widerspruch eingereicht. In den Bescheiden ist jedoch festgelegt, dass ein Widerspruch keine aufschiebende Wirkung hat. Am 16.01.2017 hat der Tierhalter in einem Eilantrag ein vorläufiges Rechtsschutzbegehren beim Verwaltungsgericht Magdeburg eingereicht mit dem Ziel, die aufschiebende Wirkung seiner Widersprüche wiederherzustellen. Das Gericht hat daraufhin den Landkreis Stendal gebeten, sich schriftlich zu dem Vorgang zu äußern und die vollständigen Unterlagen zur Einsichtnahme zu übergeben. Gleichfalls wurde an den Landkreis die Bitte herangetragen, bis zu einer Entscheidung des Gerichts über das vorläufige Rechtsschutzbegehren vorerst von Vollstreckungsmaßnahmen abzusehen. 

Der Landrat hat entschieden, dass der Intension des Gerichtes zu folgen sei und alle Aktivitäten bezüglich der Versteigerung zunächst ausgesetzt werden. Dazu gehört auch die für den 19. Januar angekündigte Veröffentlichung des Auktionskatalogs. Die Tiere bleiben jedoch weiterhin in Obhut des Amtes, sie werden nach wie vor in Lichterfelde artgerecht versorgt und betreut.

Da das Verfahren derzeit einer gerichtlichen Prüfung unterliegt, kann der Landkreis Stendal keine weiteren Angaben über einen möglichen neuen Versteigerungstermin oder zu den Pferden machen. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt bitte darum, von telefonischen Nachfragen diesbezüglich vorerst abzusehen. Über alle wichtigen Entwicklungen in diesem Vorgang, wie zum Beispiel Gerichtsentscheidungen oder Terminfestlegungen, informiert die Kreisverwaltung auf ihrer Internetseite, sobald relevante Details vorliegen."

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