Ein Kind wurde schwer verletzt, weitere Personen leicht

PETA-Appell nach Unfall in Osterburg: Kutschen sollen verboten werden

Osterburg – Zu einem Unfall mit einer Kutsche, bei dem fünf Kinder und eine Frau verletzt worden, kam es am Mittwoch im Osterburger Ortsteil Düsedau. Wie die Stendaler Polizei berichtet, gingen die beiden Shetlandponys plötzlich durch.

Zwei Kinder fielen sofort von der Kutsche, die anderen drei als die beiden Pferde gegen eine Mauer liefen. Ein Kind wurde dabei schwer, die anderen, ebenso wie die Fahrerin, leicht verletzt.

Auf den Vorfall aufmerksam geworden, appellierte die Tierschutzorganisation PETA gestern an Stendals Landrat Carsten Wulfänger, ein Verbot von Pferdekutschen im Landkreis Stendal zu prüfen. Die Tierrechtsorganisation warne, wie sie mitteilt, seit vielen Jahren vor den Risiken bei der Nutzung von Pferden vor Kutschen. „Dieser Vorfall zeigt erneut, dass die Risiken bei Kutschfahrten unkontrollierbar sind. Pferde sind Fluchttiere und können selbst bei geringen Störungen leicht in Panik geraten“, so PETA-Fachreferent Peter Höffken. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier sei deshalb ein Verbot von Pferdekutschen. 2018 seien bei 33 Kutschen-Unfällen in Deutschland zehn Menschen getötet und 62 verletzt worden, so PETA.  mit

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