Paukenschlag in St. Nikolai

„Midra“ von Bob Becker, ein Solo für eine kleine Trommel und Glockenspiel, vereinte alle fünf Musiker vor dem Altar. Fotos (3): J. Gerber

jg Osterburg. Begeisterung am Sonnabendabend in der Osterburger Nikolaikirche. Fünf junge Männer, im Alter zwischen 20 und 27 Jahre sorgten für Beifallsstürme. Vor Begeisterung wurde gerufen und gepfiffen.

Dabei war es ein ganz besonderes, aber auch einmal ein ganz anderes Konzert, zu dem Kantor Friedemann Lessing gut 60 Besucher in der Kirche begrüßte. Das Ensemble der Pauken-/Schlagzeugklassen Marek Stefula/Andreas Haase von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ aus Leipzig kündigte er den Gästen an und bedankte sich schon einmal vorab, dass so viele gekommen waren. chie würden nämlich erst selbst für den richtigen Ton sorgen. „Die Akustik des Raumes ändert sich mit jeden Mantelträger“, so der Probsteikantor, der schon einmal ankündigte, dass Schlagzeuge zwar durchaus leise spielen können, es den Trommlern aber auch Spaß macht einmal richtig drauf zu hauen. Wer richtig Musik machen möchte, dem muss es aus Spaß machen und auch wenn Frank Babe, Matthias Suter, Sebastian Ludwig Hahn, Wolfgang Karl Fischer und Simon Lessing bei der Konzentration auf die einzelnen Stücke immer ernste Gesichter machten, war die Freude, der Spaß, der ihnen die Musik macht in jedem Stück herauszuhören, Dabei ertönten nicht nur Trommeln, auch Xylophon, Vibraphon und Marimbaphon wurden von den Studenten meisterhaft beherrscht und sogar die „Music for pieces of wood“ für fünf Paar gestimmte Holzstäbe, die von der Empore vor der Orgel erklang, forderte die Gäste zu lang anhaltendem Applaus auf. Zwischen den Stücken gab es immer wieder Erklärungen, durch den Kantor aber auch durch die Musiker selbst und so war eine gute Stunde schnell vorüber. Für die Osterburger Nikolaikirche war es ein anderes aber auch ein ganz tolles Konzert.

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