Osterburg will Region Fremden schmackhaft machen / 420 Wohnungen frei

Passiert nichts, verschwinden Dörfer von der Landkarte

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Die Osterburger Altstadt aus der Vogelperspektive: Zwar wurden viele Häuser saniert, doch längst nicht alle Wohnungen sind auch vermietet. Verwaltung und Kommunalpolitik wollen nun eine allgemeine Werbeoffensive für die Biesestadt starten.

Osterburg. „Wir müssen mit den positiven Dingen in die Offensive gehen. Wir haben nur eine Chance mit mehr Zuzügen. Die A 14 könnte uns dabei helfen“, zieht Bürgermeister Nico Schulz eine Konsequenz aus dem Stadtentwicklungskonzept.

Dieses stammt von 2000 und soll nun fortgeschrieben werden. Henri Gnauert, Architekt für Stadtplanung, erläuterte am Mittwoch im Verwaltungssaal den Ist-Zustand und gab eine Prognose. Schnell wurde deutlich: Der Rückgang der Einwohnerzahl ist das größte Problem, mit dem Osterburg zu kämpfen hat. 10 398 waren es am 31. Dezember 2014 in der Einheitsgemeinde. Das sind 60 weniger. Besonders deutlich wird es bei einem Vergleich: 30 Geburten stehen 71 Sterbefälle gegenüber.

Henri Gnauert versuchte, Ursachen zu finden. In der Altersgruppe 19 bis 35 Jahre gibt es zum Beispiel etwa 200 Frauen weniger als Männer. Dies ist ein Abschnitt, in dem Familien gegründet werden. Ein Ansatzpunkt wäre, die Abwanderung nach der Schulzeit zu minimieren. „Sie gehen doch nicht weg, weil hier die Luft so schlecht ist“, formulierte es der Architekt.

Von Christian Ziems

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