„All die Störfeuer nicht hilfreich“

Partei gespalten: Osterburgs CDU stellt keine Bewerber für Kreistag auf

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Hardy Güssau hilft Parteifreund Michael Handtke vor mehr als zehn Jahren symbolträchtig in die Jacke. Diese Zeiten sind vorbei. Der Kreisverband scheint endgültig zerstritten und steht vor einer Zerreißprobe.

Osterburg – Die Christdemokraten aus Osterburg und Umgebung sorgen im Streit um den richtigen Umgang mit der Stendaler Wahlaffäre von 2014 für ein größeres Gewitter. Der Ortsverband will für die Kreistagswahl am 26. Mai keine eigenen Kandidaten ins Rennen schicken.

Damit stellt er sich offen gegen den Kreisvorstand um Chris Schulenburg und schlägt sich auf die Seite von Nico Schulz. Osterburgs Bürgermeister baut ungeachtet aller Drohungen aus der Kreisstadt, ihn aus der CDU auszuschließen, an einer parteiunabhängigen „Wählergemeinschaft pro Altmark“.

Zweifel am Kreisvorstand hätten auch bei einem Krisentreffen im Dezember nicht ausgeräumt werden können. Die neuerlich aufgenommenen Ermittlungen gegen Wolfgang Kühnel, den früheren Kreischef, und der Vorwurf der Falschaussage gegen Hardy Peter Güssau, Landtagsmitglied und Kreisschatzmeister, schürten zusätzliches Misstrauen, heißt es in einer Stellungnahme.

VON MARCO HERTZFELD

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