Eine Frage des Geldes

Osterburgs Ortschaftsrat thematisiert fehlende öffentliche Toilette

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Nicht zuletzt für die Markttreibenden in der Nähe des Lindenparkplatzes ist die fehlende öffentliche Toilette ein Ärgernis.

Osterburg – Die nicht vorhandene öffentliche Toilette ist für viele Osterburger ein Ärgernis (AZ berichtete) Daran, dass es sie nicht gibt, wird sich so schnell vermutlich nichts ändern.

Einer der Hauptgründe dafür sind die immensen Kosten, die sich im sechsstelligen Bereich bewegen sollen.

„Die Angaben schwanken hier zwischen 100 000 und 150 000 Euro“, so Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose gegenüber der AZ. Der Osterburger Ortschaftsrat wird sich am kommenden Montag, 4. November, mit der Thematik beschäftigen. In erster Linie soll es darum gehen, alle Ortschaftsräte auf denselben Stand zu bringen und den Sachverhalt im Detail darzustellen.

Konkrete Pläne, ob und wann eine öffentliche Toilette in der Einheitsgemeinde errichtet werden könnte, gibt es derzeit nicht. Ortsbürgermeister Gose verweist zudem auf die schlechten Erfahrungen mit der öffentlichen Toilette am Bahnhof, die inzwischen unbenutzbar und daher abgeschlossen ist. „Man kann sich kaum vorstellen, was es da alles an Vandalismus gegeben hat.“ Er wünscht sich dennoch, dass „man mal mutig ist“ und sich mittelfristig eine Lösung findet. Zum Thema mögliche Anschaffungskosten werden in der Ortschaftsratssitzung mit Stadtkämmerer Detlef Kränzel und Bauamtsleiter Matthias Köberle zwei Ansprechpartner zugegen sein, um mögliche Detailfragen der Ortschaftsräte zu beantworten.

Zwischen einer dauerhaft in Betrieb genommenen öffentlichen Toilette und temporär genutzten WCs gibt es laut Gose erhebliche Unterschiede, was die baulichen Anforderungen geht. „Bei unserem Stadt- und Spargelfest ist es überhaupt kein Problem, genügend Toiletten für die Besucher bereitzustellen.“

Auch in anderen Städten in der Altmark wie beispielsweise Seehausen gibt es derzeit kein dauerhaft funktionierendes öffentliches WC. Somit bleibt Besuchern der Einheitsgemeinde auch in naher Zukunft nichts anderes übrig, als die Toiletten von Gaststätten oder die des Rathauses zu benutzen. Die hohen Kosten scheinen ein Vorhaben fast unmöglich zu machen, und die nicht vorhandene Toilette könnte zum Dauerzustand werden.

VON TOBIAS HENKE

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