Kreisschulen im Umbruch

Osterburgs Gymnasium 2020 Baustelle: Handwerker holen nur kurz Luft

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Die Bauarbeiten im Gymnasium in Osterburg laufen seit mehr als zwei Jahren. Das Fundament für den Aufzug ist im Frühjahr 2018 gesetzt worden.

Osterburg – Die Bauarbeiten im Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasium enden im Oktober. Dreieinhalb Millionen Euro wird der Landkreis dann in der Biesestadt investiert haben. Doch Schluss ist damit noch nicht.

Wie Landrat Carsten Wulfänger (CDU) im Kreistag angekündigt hat, greifen die Handwerker ab Frühjahr 2020 erneut zum Werkzeug. Dank eines Schulbauprogramms des Bundes können zusätzlich noch eine Million Euro in den Komplex gesteckt werden.

Der Landrat kennt weitere Baustellen. Dreieinhalb Millionen Euro wandern auch in das Tangermünder Gymnasium. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, im Februar nächsten Jahres soll es geschafft sein. Weil das Geld aber nicht für alles ausreiche und weitere Arbeiten nötig seien, geht es im Sommer 2020 in der Elbestadt weiter, für zusätzlich eine Million Euro.

Die Sporthalle der Gemeinschaftsschule Tangerhütte soll zu einem Mehrzweckbereich umgebaut werden. Kosten: eine Million Euro. Im Februar 2020 geht es los, zu Weihnachten könnte das Vorhaben umgesetzt sein. Das Schulgebäude selbst soll für dreieinhalb Millionen Euro energetisch saniert werden. Wie bereits gemeldet, sollen Lehrer und Schüler für gut zwei Jahren in die frühere Lernbehindertenschule und Räume des benachbarten Landesbildungszentrums umziehen. Die Bauarbeiten starten in den Sommerferien.

Die Fassade der Komarow-Sekundarschule in Stendal ist mithilfe von Fördergeld erneuert, ein sogenanntes grünes Klassenzimmer und mehr sind geschaffen worden. Die Kosten: 1,1 Millionen Euro. Derzeit bringt der Landkreis mit eigenem Geld die Kabelanlagen des kompletten Gebäudes auf Vordermann. Im nächsten Jahr widmen sich Handwerker vor allem einem Physik- und einem Informatikraum. Ab Herbst 2020 nehmen die Arbeiten noch einmal Fahrt auf und gut 1,8 Millionen Euro fließen in die Stendaler Bildungsstätte.

In Seehausen sollen nächsten Jahr die Keller trockengelegt werden. Mit einem großen Wasserschaden hat der Landkreis im Schulzentrum in Havelberg zu kämpfen. Wegen einer Havarie im Juli mussten zwölf Unterrichtsräume ausgeräumt werden. Raumcontainer wurden aufgestellt, der Schulbetrieb konnte nach den Ferien pünktlich starten. Unter anderem sind Elektroanlagen und Heizung beschädigt. Die Wassermengen haben auch ein Computerkabinett zerstört. Der Landrat rechnet mit Ausgaben von insgesamt einer halben Million Euro.

Für eine energetische Sanierung der Sekundarschule in Goldbeck gibt es erst einmal kein Fördergeld, der Bescheid fiel negativ aus. Geld aus zwei Fördertöpfen gibt es, wie schon gemeldet, für das Hildebrand-Gymnasium in Stendal. Insgesamt fünfeinhalb Millionen Euro können dort investiert werden. Fahrstuhl, barrierefreier Haupteingang, LED-Beleuchtung, neue Toiletten ... Die Aufgabenliste der Handwerker ist durchaus beachtlich. Baustart soll im Frühjahr, Sommer 2020 sein, bereits Ende 2021 muss ob der Förderrichtlinie alles fertig sein. Auch dort sollen Raumcontainer für einen Teil des Unterrichts aufgestellt werden, damit Arbeiter in Räumen freie Bahn haben.

In der Sekundarschule Bismark wurde bereits einiges bewegt. Für 2020 steht nicht zuletzt der Verwaltungsbereich auf dem Programm. Anschließend soll auf dem Schulhof für circa eine Million Euro ein größerer Mehrzweckraum errichtet werden (die AZ berichtete). Und danach will der Landkreis Stendal den alten Teil des Schulgebäudes für etwa 900 000 Euro erneuern lassen.

Die Förderschule Helen Keller in Stendal könnte, wie bereits berichtet, ein komplett neues Gebäude erhalten und dafür von der Preußenstraße an die Stadtseeallee umziehen. Wulfänger stellt sich das Domizil ähnlich wie das der Förderschule in Erxleben vor. Noch sind es Gedankenspiele, der Kreistag könnte sich ab 2020 mit einem möglichen Neubau beschäftigen. Der aktuelle Standort sei recht eng, die Schülerzahl sei gestiegen. Erst einmal bekommt die Schule Raumcontainer für Bewegung und andere Angebote.

Der Landkreis investiert damit kräftig weiter in seine Schulen. Dafür fließen erhebliche Fördermittel nicht zuletzt von Land und Bund aus den unterschiedlichsten Programmen. Landrat Wulfänger sieht den Landkreis auf einem guten Weg.

VON MARCO HERTZFELD  

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