Streit auf Kreisebene belastet / Schulenburg nimmt Einladung an

Osterburger CDU will Dialog

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Noch im vergangenen Jahr wurde Nico Schulz (links, hier mit Bezirksschornsteinfegermeister Christian Dähre) als Bürgermeister für die CDU wiedergewählt. Zur Kommunalwahl im Mai tritt er nicht für die Union an.

Osterburg – Im Streit mit der CDU-Kreistagsfraktion und dem Kreisvorsitzenden Chris Schulenburg um die Kandidatur von Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz für die unabhängige Wählerliste Pro Altmark, hat sich die Osterburger CDU klar positioniert.

Zwar werden etliche Mitglieder der Osterburger Christdemokraten erneut für die Union für den Stadtrat und die Ortschaftsräte kandidieren, jedoch niemanden in den kommenden Kreistag schicken.

Grund für den Schritt ist laut der Osterburger CDU nicht zuletzt der Umgang mit den „CDU-Rebellen“ um Schulz und Rüdiger Kloth. „Wir haben kein Verständnis für das Wie der öffentlichen Auseinandersetzung damit. Die vom Kreisverband eingebrachte Schärfe durch Zitate wie ‘muss geprüft werden wie solche Personen aus der Partei entfernt werden’, schüren bei uns völliges Unverständnis“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

Dennoch setzt die Osterburger CDU auf Dialog. Zu einer für den kommenden Donnerstag, 21. Februar, ab 19 Uhr anberaumten Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Zum Kanzler“ wurde auch der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Schulenburg eingeladen.

„Selbstverständlich werde ich an der Mitgliederversammlung teilnehmen. Für mich ist der Dialog wichtig, denn schließlich habe ich schon vorher den Osterburger Vorstand nach Stendal in den Kreisvorstand eingeladen, wo sie alle ihre Fragen stellen konnten – in Stendal wird eben nicht gemauert, etwas ausgesessen oder vertuscht“, teilt der Landtagsabgeordnete der AZ auf Anfrage mit.

„Schade finde ich, dass die Osterburger CDU keine Kandidaten für die Kreistagswahl stellt, denn damit schwächen sie nur ihre eigene Stadt und schaden benachbarten CDU-Ortsverbänden, die das nicht so lustig finden“, so Schulenburg weiter, der außerdem die Frage aufwirft, ob ein Ortsverband eine derartige Entscheidung gemäß der Satzung überhaupt treffen könne. Schließlich habe auch jedes CDU-Mitglied aus Osterburg das Recht, zu entscheiden, ob er für den Kreistag kandidieren möchte.

VON TOBIAS HENKE

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