Wohin mit den Klamotten?

Osterburger Stadtratsmitglied plädiert für Abschaffung der Altkleidercontainer

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Beim gestern geschossenen Foto hielt sich die Vermüllung am Standort an der Osterburger Gartenstraße in Grenzen. Doch dies ist nicht immer so.

Osterburg – Einigen Einwohnern der Biesestadt sind einige der Altkleidercontainer ein Dorn im Auge aufgrund fehlender Sauberkeit und Ordnung. Einer davon ist Horst Guse, der für Die Linke im Stadtrat sitzt.

„Da liegt teilweise sehr viel Müll rum, das kann so nicht weitergehen.“

Er hat deshalb der Stadtverwaltung einen Denkanstoß gegeben, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Der Finanzausschuss, der am kommenden Dienstag tagt, wird sich mit einem Antrag zur Abschaffung der Container befassen. „Wie die Abstimmung darüber ausfällt, ist völlig offen“, so Ausschussvorsitzender Michael Handtke gegenüber der AZ. Er hatte sich wie alle anderen Mitglieder auch im Osterburger Ortschaftsrat gegen die Abschaffung ausgesprochen.

Für keine gute Idee hält Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose die Abschaffung der Container im gesamten Stadtgebiet. „Denn wo sollen die Leute sonst hin?“, fragt er. Der Ortsbürgermeister vertritt die Auffassung, dass man dann noch weniger die Kontrolle darüber hätte, wo die Altkleider abgegeben werden.

Befürworter Guse hat hier eine Idee: „Es gibt doch die Kleiderkammer des Roten Kreuzes.“ Hier ergibt sich jedoch eine Problematik, denn in Osterburg gibt es keine Kleiderkammer, sodass die Biesestädter dann bis nach Seehausen fahren müssten, um dort Kleidung abzugeben. Gose verweist auch auf den langen Zeitraum, seit dem es die Container in Osterburg gibt. „Das sind jetzt rund 25 Jahre, seitdem es diese Möglichkeit hier gibt. Das hat sich alles gut eingespielt.“ Er hält es daher nicht für zielführend, auf die Container zu verzichten.

Eine endgültige Entscheidung über die mögliche Abschaffung der Container müsste der Stadtrat fällen. Dieser hat sich in der Vergangenheit nur in Ausnahmefällen gegen das Votum des Ortschaftsrates gestellt. Fest steht, dass eine Lösung gefunden werden muss, um die teilweise vorhandene Vermüllung in den Griff zu bekommen. Außerdem muss im Fall einer Abschaffung eine praktikable Alternative gefunden werden, damit Menschen, die Kleidung spenden wollen, in Osterburg weiterhin eine oder mehrere Anlaufpunkte haben, an denen sie die Möglichkeit zum Spenden haben.

VON TOBIAS HENKE

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