Stadtchef will trotzdem Zugpferd bei Wahlen sein

Osterburger Ortsbürgermeister Gose kehrt dieser CDU den Rücken

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Klaus-Peter Gose, Ortsbürgermeister.

Osterburg – Klaus-Peter Gose, Ortsbürgermeister in Osterburg, soll nicht mehr Mitglied der CDU sein. Nach AZ-Informationen ist der gebürtige Seehäuser schon vor Monaten und auf eigenen Wunsch hin aus der Partei ausgetreten.

„Ich stehe auf den Wahllisten der CDU und möchte für sie wieder in den Stadtrat und den Ortschaftsrat einziehen“, will Gose auf Nachfrage eine klare Antwort umgehen.

Der Ortsbürgermeister gilt als Zugpferd eines Ortsverbandes, der sich im Clinch mit der CDU-Kreisspritze befindet. Inwieweit die Stendaler Wahlaffäre von vor fünf Jahren für seine Entscheidung ausschlaggebend gewesen ist, dazu äußert sich Gose nicht. Nur so viel: „Mein Herz schlägt immer noch für die Partei. “ In der Osterburger CDU gibt es Zweifel, dass der Betrug innerparteilich ausreichend aufgearbeitet ist.

Matthias Köberle, Vorsitzender der Christdemokraten in Osterburg, sagt der AZ kurz und knapp: „Mir liegt keine offizielle Austrittserklärung vor, diese müsste vom Kreisverband zu uns kommen.“

Die Kommunalwahlen finden am 26. Mai statt.

VON MARCO HERTZFELD

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