In Flessau wird noch abgewartet

Osterburger Grundschule trifft Entscheidung: Verzicht auf Masken geplant

Am kommenden Sonnabend findet für die Erstklässler in den Grundschulen der Einheitsgemeinde Osterburg die Einschulungsfeier statt. Trotz Corona wird sie ähnlich ablaufen wie im vergangenen Jahr (Foto).
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Am kommenden Sonnabend findet für die Erstklässler in den Grundschulen der Einheitsgemeinde Osterburg die Einschulungsfeier statt. Trotz Corona wird sie ähnlich ablaufen wie im vergangenen Jahr (Foto).

Osterburg – Schulleiter tragen in Sachsen-Anhalt in der Corona-Pandemie mehr Verantwortung als in jedem anderen Bundesland. Wenn heute die Schule losgeht, gibt es für zwei Tage für alle Schüler die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Doch nach diesen zwei Tagen gibt es im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern keine verbindlichen Vorgaben.

Es ist lediglich ein Hygiene-Konzept vorgeschrieben, das die Schulen umsetzen müssen. Außerdem müssen die Eltern ein Formular unterschreiben und dort angeben, ob ihre Kinder frei von möglichen Corona-Symptomen sind.

An der Grundschule in Osterburg müssen die Schüler nach den zwei ersten Tagen keine Maske tragen. Weder während des Unterrichts noch auf dem Schulgelände. „Es ist gerade für Grundschulen sehr wichtig, dass Lehrer und Schüler offen miteinander kommunizieren können. Dazu gehört natürlich auch die Mimik“, so Schulleiterin Katrin Lehmann gegenüber der AZ. Bei der Entscheidung, auf das Tragen der Masken zu verzichten, spielen auch die baulichen Gegebenheiten eine Rolle.

„Wir werden auch die Pausen so gestalten, dass sich die Schüler, die in Alt- und Neubau unterrichtet werden, sich nicht begegnen.“ Auf diese Weise wird die Bildung von sogenannten Kohorten sichergestellt, die das Hygienekonzept der Landesregierung vorsieht. Damit ist die Trennung von Gruppen von Schülern gemeint, die sich nicht begegnen sollen. „Das hat auch vor den Ferien schon sehr gut geklappt“, begründet Lehmann ihren Optimismus, dass der Schulstart ohne das Tragen eines Mundschutzes gelingen kann. Sie hofft, dass die Schüler trotz der Corona-Pandemie „einen schönen Schulstart haben werden“.

Noch nicht entschieden, wie es nach den zwei Tagen Maskenpflicht weitergehen wird, hat sich die Grundschule Flessau. „Wir werden die zwei Tage erst einmal abwarten und dann entscheiden, was wir machen“, erläutert Schulleiter Olaf Jaensch. Auch in Flessau wird die Schule durch unterschiedliche Pausenzeiten sicherstellen, dass sich nicht alle Schüler auf dem Pausenhof begegnen.

Dass das Land den Schulen völlig freie Hand lässt, wie sie die Maskenpflicht gestalten, sieht er kritisch, aber trotzdem gelassen. „Man muss schon sagen, dass sich das Land bei diesem Thema komplett rausnimmt, aber dafür ist man ja Schulleiter geworden, um Verantwortung zu übernehmen.“ Anfang nächster Woche muss Schulleiter Jaensch sich entscheiden, ob Masken getragen werden müssen. VON TOBIAS HENKE

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